Donnerstag, 07 Februar 2013 18:21

13-jährige Radlerin für Rot-Sünde durchaus haftbar

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hfr autorecht

Foto: hfr


(Auto-Reporter.NET/W. Büser). Die 13-jährige Schülerin war auf ihrer Fahrradtour über eine rote Ampel gefahren, und damit es nicht zur Kollision kam, wich ihr eine Autofahrerin spontan aus. Hierbei kam sie allerdings auf die Gegenfahrbahn und streifte ein entgegenkommendes Fahrzeug. Die entstandenen Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro verlangte die Frau anschließend von den Eltern der „Rotsünderin“ zurück.

Das Gießener Amtsgericht stimmte der Forderung zu und lehnte den Einwand der fehlenden Deliktsfähigkeit ihrer Tochter von Seiten der Erziehungsberechtigten ab. Auch ein 13-jähriges Kind könne für den Schaden verantwortlich gemacht werden, da es in diesem Alter bereits die Gefahren eines Rotlichtverstoßes kennen müsse. Für die uneingeschränkte Deliktsfähigkeit spreche zudem die ausgeprägte Ortskenntnis des Mädchens, da sich gegenüber dem Unfallort ihre Schule befand (AmG Gießen, 49 C 147/12).

Letzte Änderung am Freitag, 15 Februar 2013 12:49
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