Mittwoch, 30 November 2016 19:39

Rotary Club unterstützt Sprachförderung für Flüchtlinge

Klaus von Oertzen (l.) und Christian Lopau (2.v.r.) brachten Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt und Büchens Kulturpfleger Dr. Heinz Bohlmann einen Scheck über 1.500 Euro zur Sprachförderung mit. Klaus von Oertzen (l.) und Christian Lopau (2.v.r.) brachten Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt und Büchens Kulturpfleger Dr. Heinz Bohlmann einen Scheck über 1.500 Euro zur Sprachförderung mit. Foto: W. Reichenbächer

Büchen (wre). Bei einem Besuch im Café Horizonte in Büchen, wo sich einmal wöchentlich Flüchtlinge und Ehrenamtliche treffen, brachten der Präsident des Rotary Clubs Herzogtum Lauenburg-Mölln, Klaus von Oertzen, und der Vorsitzende des Rotary Hilfevereins, Christian Lopau, einen Scheck über 1.500 Euro mit. Das Geld soll zur Sprachförderung eingesetzt werden.

„Ein Teil des Geldes können wir hier gut für Material im Café einsetzen“, erklärt Büchens Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt. „Der größte Teil geht aber in den Sprachunterricht für Frauen“, so Gronau-Schmidt weiter. Ein neuer Kursus beginnt Mitte Januar, wo Frauen mit Kindern daran teilnehmen sollen. Gerade Frauen mit kleinen Kindern sind angesprochen, da sie in gemischten Gruppen oftmals nicht so gut aufgehoben sind.

„Es kann vorkommen, dass während des Unterrichts ein Kind gestillt werden muss. Aber auch spezielle Themen für Frauen sollen angesprochen werden“, so Gronau-Schmidt. Denn wenn die Frauen nicht selber deutsch sprechen können, gibt es oft Probleme bei der Übersetzung. „Bei den Eritreern gibt es eigentlich keine Probleme, da übersetzen die Männer auch heikle Themen“, erklärt die Bürgervorsteherin. Bei den arabisch stämmigen Männern sieht das schon ganz anders aus. Dort werden „Frauen-Themen“ teilweise gar nicht oder nur unzureichend übersetzt. „Daher ist es wichtig, dass die Frauen sich selber verständigen können. Gerade auch wenn es um ihre Kinder geht“, sagt Heike Gronau-Schmidt.

„Wir haben lange überlegt, wo wir das Geld sinnvoll bei den Flüchtlingen einsetzten können“, so Christian Lopau. Der Tipp kam dann von Büchens Bürgermeister Uwe Möller. „Wir wollen, dass niemand durch die Maschen fällt“, erläutert von Oertzen, warum das Geld vor allem für die weiblichen Flüchtlinge eingesetzt werden soll.

Das Geld stammt zum Teil aus Mitgliedsbeiträgen, und teilweise aus Spenden und den sogenannten „Hands-On-Projekten“ wo wie zum Beispiel am 3. Dezember in Ratzeburg beim Insel Advent ein Basar veranstaltet wird.

Im Café Horizonte in der Büchener Friedegart-Beluser-Straße 14 treffen sich immer dienstags von 16 bis 18 Uhr meist zwischen 40 und 80 Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer, um gemeinsam Spiele zu spielen, sich zu unterhalten, oder auch um praktische Tipps zu erhalten. „Wir helfen dann auch mal, wenn ein Flüchtling ein Schreiben vom Amt erhalten hat, das er nicht versteht“, sagt Gronau-Schmidt, die sich riesig über die Spende des Rotary Clubs freut.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 November 2016 19:59
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