Steigende Schuldenstände im Euroraum

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Foto: Daniel Gast / pixelio.de


Berlin: (hib/HLE). In diesem und im kommenden Jahr werden im Euroraum steigende Staatsschuldenstände erwartet. Nur Griechenland werde in diesem Jahr seinen Schuldenstand um 4,7 Prozent verringern können, schreibt die Bundesregierung in ihrem als Unterrichtung vorgelegten Bericht über die aktualisierten Stabilitäts- und Konvergenzprogramme 2011/2012 der EU-Mitgliedstaaten. Für Griechenland wird prognostiziert, dass der Schuldenstand von 165,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im vergangenen Jahr auf 160,6 Prozent in diesem Jahr sinken soll. Für 2013 wird wiederum ein Anstieg auf 168 Prozent erwartet.

Wie sich aus dem Bericht weiter ergibt, wird Belgien in diesem Jahr erstmals einen Schuldenstand über 100 Prozent des BIP haben: 100,5 Prozent werden prognostiziert nach 98,0 im Vorjahr. Der Schuldenstand soll 2013 weiter auf 100,8 Prozent steigen. Auch in Irland steigt der Schuldenstand von 108,2 auf 116,1 Prozent. Für 2013 werden 120,2 Prozent erwartet. Diese Tendenz setzt sich in den Prognosen für Portugal und Spanien fort. So soll der portugiesische Staatsschuldenstand von 107,8 auf 113,9 Prozent in diesem Jahr steigen. 2013 sollen es 117,1 Prozent werden. Für Spanien wird ein Anstieg von 68,5 auf 80,9 Prozent und 87 Prozent (2013) erwartet.

In Italien soll der staatliche Schuldenstand zunächst von 120,1 auf 123,5 Prozent in diesem Jahr steigen und 2013 wieder auf 121,8 Prozent sinken. In Deutschland steigen die Staatsschulden von 81,2 auf 82,2 Prozent. 2013 soll sich der Trend umkehren und der Schuldenstand wieder auf 80,7 Prozent sinken.

Die EU-Länder außerhalb der Eurozone können nach den Erwartungen der EU-Kommission in diesem Jahr ihre Schuldenstände zum Teil deutlich reduzieren: Genannt werden Polen (-1,3 Prozent), Ungarn (-2,1 Prozent), Schweden (-2,8 Prozent) und Dänemark (-5,6 Prozent).

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 September 2012 13:51
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