SPD-Tourismuspolitiker diskutierten mit Branchenvertretern im Bundestag

Hiller-Ohm: Chancen des Tourismus nutzen – Wertschätzung der Berufe erhöhen

(LOZ). Der Tourismus in Deutschland steht trotz der guten Entwicklung vor großen Herausforderungen, so das Fazit des Frühjahrsempfangs der Arbeitsgruppe Tourismus der SPD-Bundestagsfraktion. Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm konnte dabei als tourismuspolitische Sprecherin ihrer Fraktion rund 60 hochrangige Gäste im Bundestag begrüßen. Die Tourismuspolitikerinnen und -politiker der SPD-Bundestagsfraktion nutzten im Rahmen des tourismuspolitischen Informationsgesprächs die Gelegenheit, mit der Tourismusbeauftragten der Bundesregierung Iris Gleicke (SPD) und den Vertreterinnen und Vertretern der Tourismuswirtschaft, Gewerkschaft und Verbände an fünf Thementischen zu diskutieren: Beschäftigung und Ausbildung, Tourismus im ländlichen Raum, Verbraucherrechte, Gesundheits- und Wassertourismus.

„Der Tourismus ist gerade im ländlichen Raum auf bessere Rahmenbedingungen angewiesen“, fasst Hiller-Ohm die Diskussion zusammen. „Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft macht es erforderlich vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in ländlichen Räumen zu unterstützen. Hier fehlen häufig schnelle Breitbandverbindungen, um Unternehmen im Internet präsentieren und Serviceleistungen vor Ort anbieten zu können. Um gute Beispiele touristischer Entwicklung zu verbreiten, wollen wir die erfolgreiche ‚Roadshow‘ des Projekts ‚Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen‘ fortsetzen, die auch für Schleswig-Holstein gute Impulse bieten kann. Auch der boomende Wassertourismus darf durch die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nicht eingeschränkt werden. Der Ausbau- und Erhaltungsbedarf darf sich nicht nur an der Tonnage messen, sondern muss die Wirtschaftskraft des Wassertourismus anerkennen. Dafür werden wir zeitnah ein Wassertourismuskonzept entwickeln.“

Ein Schlüssel für die nachhaltig gute Entwicklung des Tourismus ist für Hiller-Ohm, für bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen zu sorgen: „Hotellerie und Gastronomie stehen durch den demographischen Wandel in immer größeren Wettbewerb mit anderen Branchen um den Nachwuchs. Zentrale Aufgabe aller Akteure ist es, die Ausbildung im Gastgewerbe attraktiver zu gestalten und die Wertschätzung der dienstleistungsintensiven Berufe zu erhöhen. Guter Service für Touristen ist ein Aushängeschild für unser Land. Dieser muss auch vernünftig entlohnt werden. Deswegen führen wir per Gesetz einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde ein. Wir ziehen so eine unterste Haltelinie ein, die vielen Beschäftigten besonders im Gastgewerbe ab 2015 zugutekommt.“

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