Fraktion Die Linke: Fracking in Deutschland verbieten

hfr bundestag kw 36-12


Berlin (hib/HLE). Die Förderung von Kohleflöz- sowie Schiefergas und Schieferöl mit der „Hydraulic Fracturing“-Methode soll in Deutschland verboten werden. Die Fraktion Die Linke fordert die Bundesregierung in einem Antrag auf, einen Gesetzentwurf mit einem Verbot dieser auch als „Fracking“ bekannten Fördermethode vorzulegen. Unternehmen, die bereits eine Aufsuchungserlaubnis für Schiefergas- oder Schieferölvorkommen erhalten haben, sollen innerhalb von sechs Monaten nachweisen, dass eine Förderung auch ohne Fracking möglich ist: „Sollte ein solcher Nachweis nicht oder nicht zufriedenstellend erfolgen, ist die Aufsuchungserlaubnis zu widerrufen“, fordert die Fraktion.

In der Begründung heißt es, zahlreiche Studien würden die hohen Risiken und negativen Umweltbelastungen durch Fracking belegen. Als Beispiele nennt die Fraktion die Verunreinigung des Trinkwassers durch Chemikalien, Methan oder Lagerstättenwasser. Außerdem enthalte der bei der Förderung anfallende Flowback (Rückfluss) aus Lagerstättenwasser und Frac-Flüssigkeit neben Chemikalien häufig radioaktive Isotope, Quecksilber und Benzol. Anwohner hätten eine große Lärmbelastung zu ertragen. „Aufgrund dieser hohen Risiken ist die Voraussetzung, Fracks zu genehmigen, nicht gegeben“, so das Fazit der Linksfraktion.

Auch im Herzogtum Lauenburg sollen Bodenuntersuchungen vorgenommen werden (wir berichteten), um bei einem entsprechenden Vorkommen von Rohstoffen mittels Fracking-Verfahren diese zu fördern.

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 November 2012 23:46
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