ver.di Nord mit Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zufrieden

ver.di Nord mit Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zufrieden Foto: W. Reichenbächer

„Altersversorgung gesichert und Reallohnsteigerung erreicht“

 

(LOZ). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) begrüßt die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen als ein Gesamtpaket, das neben der Sicherung der Altersversorgung und der Vereinbarung einer Entgeltordnung für den kommunalen Bereich auch eine Reallohnsteigerung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst beinhaltet.

Der Tarifabschluss sieht vor, dass die Vergütungen im Bereich des Bundes und der Kommunen um 4,75 Prozent in zwei Jahren steigen. Der versuchte Eingriff auf die Zusatzversorgung (Altersvorsorge) der Beschäftigten konnte abgewehrt werden.

„Dieser Abschluss ist das, was wir für die Kolleginnen und Kollegen im Bereich von Bund und Kommunen gefordert haben, nämlich eine wertschätzende Anerkennung ihrer Leistung durch eine Tariferhöhung, die eine deutliche Kaufkraftsteigerung in die Portemonnaies bringt und die Altersvorsorge sichert“, so Karin Hesse, Chefin von ver.di Nord, heute in Potsdam.

Mit den vereinbarten Regelungen zur Altersversorgung ist es gelungen, die von den Arbeitgebern massiv geforderten Leistungsverschlechterungen zu verhindern und die Altersversorgung im Bereich des öffentlichen Dienstes auf einem guten Niveau zu sichern.

In dieser Tarifrunde ist es auch gelungen, eine neue Entgeltordnung für die Beschäftigten im kommunalen Bereich zu schaffen. Mit dieser neuen Entgeltordnung wurde ein über elf Jahre andauernder Konflikt um die Tätigkeitsbeschreibungen und deren Bewertung in der Vergütungstabelle beendet.

ver.di Nord begrüßt auch die Zusage des Bundesinnenministers, das Tarifergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen zu wollen.

„Letztlich haben auch die Warnstreiks der Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu diesem Erfolg beigetragen. Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, sich für seine Interessen in einer starken Gewerkschaft zu engagieren. Von nix kommt nix. Das Ergebnis ist ein klarer Ausdruck gewerkschaftlicher Durchsetzungskraft“, so Hesse weiter.

Die Bundestarifkommission von ver.di hat die Annahme des Ergebnisses empfohlen. Jetzt werden die ver.di-Mitglieder im öffentlichen Dienst über diese Empfehlung abstimmen. Der Tarifvertrag sieht eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2018 vor.

Der Tarifvertrag regelt, dass die Vergütungen ab dem 1. März 2016 rückwirkend um 2,4 Prozent und ab dem 1. Februar2017 um weitere 2,35 Prozent steigen.

Die Entgelte der Auszubildenden werden 2016 um 35 Euro und um weitere 30 Euro im Jahr 2017 steigen.

Zudem wird die bisher geltende Übernahmeregelung verlängert, und die Arbeitgeber werden sich zukünftig stärker an der Bezahlung einer auswärtigen Unterbringung und bei der Anschaffung von Lehrmaterialien beteiligen.

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