Verbraucherschutz im Internet: mehr Sicherheit, mehr Transparenz, mehr Information

So stärkt das BMELV den Verbraucherschutz im Internet

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Die neue Servicekarte des BMELV bringt auf den Punkt, was Verbraucher beachten sollten, wenn Sie im Internet auf Einkaufstour gehen., Quelle: BMELV

 

(LOZ). Ob Sie sich informieren, Filme schauen, Musik hören oder Geld überweisen möchten: Das Internet eröffnet Ihnen ganz neue Möglichkeiten. Auch Online-Shopping wird immer beliebter und hat gerade in der Vorweihnachtszeit Hochsaison. Damit Verbraucherinnen und Verbraucher das Internet so sorgenfrei wie möglich nutzen können, engagiert sich BMELV für mehr Sicherheit, mehr Transparenz und mehr Information im Netz.

Servicekarte

Damit Sie das Internet sorgenfrei nutzen können und beim Online-Shopping keine böse Bescherung erleben, gibt es auf dieser praktischen Servicekarte Hinweise zum Einkauf im Internet.
Klappkarte zum Ausdrucken (in Farbe): Sicher einkaufen im Internet - Die wichtigsten Tipps (PDF, 109 KB, nicht barrierefrei)
Klappkarte zum Ausdrucken (In Graustufen): Sicherer Einkaufen im Internet - Die wichtigsten Tipps (PDF, 108 KB, nicht barrierefrei)

Mehr Sicherheit

Sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene hat das BMELV eine Reihe von Maßnahmen durchgesetzt, damit Verbraucher ohne Risiko das Internet nutzen können.

Die Button-Lösung
Seit dem 1. August 2012 gilt die vom BMELV geforderte "Button-Lösung“. Hinter der "Button-Lösung“ steckt das Gesetz zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr. Ziel ist es, unseriösen Geschäften im Internet einen Riegel vorzuschieben. Unternehmen sind seitdem verpflichtet, bei einem kostenpflichtigen Vertrag im Internet die Verbraucher unmittelbar vor der Bestellung klar, verständlich und in hervorgehobener Weise über die wesentlichen Vertragselemente zu informieren, insbesondere über die Kosten. Erfolgt der Vertragsschluss über eine Schaltfläche ("Button“), muss diese mit einem gut lesbaren, eindeutigen Hinweis wie etwa "zahlungspflichtig bestellen“ oder "jetzt kaufen" versehen sein. Ein Vertrag kommt nur dann zustande, wenn der Verbraucher ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet.

Datenschutz in Europa
In ganz Europa muss der Datenschutz verbessert werden. Deshalb hat die EU-Kommission am 25. Januar 2012 Vorschläge für ein neues europäisches Datenschutzrecht vorgelegt. Das BMELV unterstütz diesen Vorstoß: Die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung soll die persönlichen Daten von Verbrauchern in Europa besser schützen. Zentrales Ziel des BMELV ist dabei die Stärkung der Selbstbestimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher über ihre Privatsphäre. Dazu gehört auch das "Recht, vergessen zu werden". Verbraucher sollen künftig verlangen können, dass ihre persönlichen Daten gelöscht werden, insbesondere dann, wenn sie die Daten selbst ins Internet gestellt haben. Und zwar zu jeder Zeit und europaweit.

Mehr Transparenz

Damit Verbraucherinnen und Verbraucher besser nachvollziehen können, was mit ihren Daten im Internet passiert, will das BMELV Anbieter von Online-Diensten dazu verpflichten, ihre Geschäftsbedingungen für die Nutzer transparenter zu gestalten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher müssen bereits im Vorfeld wissen, was mit ihren Daten passiert.

Datenschutz im Netz
Bundesministerin Ilse Aigner hat deshalb im September 2011 in Washington mit Vertretern von Facebook, Google und Microsoft über das Thema Datenschutz diskutiert. Dabei hat sie die besondere Verantwortung sozialer Netzwerke betont. Ihren eigenen Facebook-Account hat sie längst gelöscht.
Den Google-Dienst Streetview hat Ilse Aigner stark kritisiert und erreicht, dass die umstrittenen Straßenansichten für den Online-Kartendienst "Google Maps“ erst online gestellt werden, nachdem die Widersprüche von Bürgern vollständig berücksichtigt worden sind (Vorabwidersprüche). Als Folge der Diskussionen um Google Streetview ist von der betroffenen Branche der Verein "Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V. " gegründet worden, über dessen Internetplattform "Geodatendienstkodex" betroffene Verbraucher Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Hausansichten beziehungsweise Abbildungen von Personen an die Unternehmen richten können, die dem Kodex beigetreten sind.

Kontakt mit Verbraucherschützern und Wirtschaft
Das BMELV steht in regelmäßigem Kontakt mit den Interessenverbänden der Verbraucher und der Wirtschaft. Traditionell ist mittlerweile der jeweils Anfang Februar stattfindende Kongress zum Saver-Internet-Day gemeinsam mit dem Unternehmensverband BITKOM zu aktuellen Fragen rund um das Internet und

Sicheres mobiles Internet
Immer wichtiger wird die Bedeutung der Sicherheit im mobilen Internet. Bundesministerin Aigner setzt sich dafür ein, dass das Schutzniveau bei mobilen Diensten und Geräten genauso hoch ist wie bei stationären Endgeräten. Hierzu werden unter anderem im Rahmen einer Arbeitsgruppe des Nationalen IT-Gipfels Gespräche mit den Betriebssystemherstellern geführt, um die Sicherheit zu verbessern.

Mehr Information

Wer sich souverän im Netz bewegen will, muss nicht nur wissen, was die digitale Welt zu bieten hat, sondern auch, wie man verantwortungsvoll mit den eigenen Daten und den Daten anderer umgeht.

Medienkompetenz stärken
Damit Verbraucher sich im Dschungel der fast unbegrenzten Möglichkeiten zurechtfinden, unterstützt das BMELV Informationsportale und Projekte zu allgemeinen Fragen der Internetnutzung  und auch Spezialfragen wie Cloud Computing.
Das Ministerium will Medienkompetenz von Anfang an vermitteln. Beispiele hierfür sind die Kinder-Website Durchblicker und die Jugendkampagne watch your web, die Jugendliche für den verantwortungsvollen Umgang mit ihren Daten im Internet sensibilisieren soll. Auch die Internetseite www.verbraucher-sicher-online.de wurde mit Anschub-Mitteln des BMELV gestartet. Für ältere Bürgerinnen und Bürger fördert das BMELV den Wegweiser durch die digitale Welt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.
In einem interaktiven Video erläutert Bundesministerin Ilse Aigner die Themen Chancen und Risiken des Internets, Sicherheit persönlicher Daten, Verhalten in Sozialen Netzwerken, Breitbandausbau in ländlichen Räumen und Kostenfallen.

Wie fit Sie fürs Surfen im Internet sind, können Sie außerdem in einem Quiz testen. Dort erhalten Sie auch wertvolle Tipps für noch mehr Sicherheit im Netz.

Letzte Änderung am Sonntag, 09 Dezember 2012 18:25
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