In Landwirtschaft investieren

Kofi Annan zu Gast beim Forum Ernährungssicherung

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Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

 

Berlin (LOZ). Rund 870 Millionen Menschen weltweit hungern. Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode die ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung wieder zum Schwerpunkt der deutschen Entwicklungskooperation gemacht.

 Das Forum "Ernährung sichern. Zukunft ernten!", das am Dienstag im Café Moskau in Berlin stattfindet, bietet Gelegenheit, eine erste Bilanz zu ziehen. Gastredner ist der Friedensnobelpreisträger und frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner betonte bei der Konferenz: "Die Landwirtschaft und die Entwicklung des ländlichen Raums spielen im Kampf gegen den Hunger eine Schlüsselrolle. Auf dem Land finden nicht nur zahlreiche Menschen eine Beschäftigung, auf dem Land wird auch die Ernährung der Menschen sichergestellt. In vielen Entwicklungsländern ist das landwirtschaftliche Potenzial enorm, wird aber leider noch nicht ausreichend genutzt. Hier setzt die Bundesregierung an: Wir konzentrieren unsere Kräfte in der Entwicklungszusammenarbeit auf den Ausbau und die Unterstützung der Landwirtschaft in Entwicklungsländern. Ziel der Anstrengungen sind Ertragssteigerungen und mehr Wertschöpfung auf dem Land, zum Beispiel durch Bildung und Ausbildung vor Ort."

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel erklärte: "Wir dürfen Hunger nicht wie ein Schicksal hinnehmen. Wir können und müssen den millionenfachen Hunger besiegen. Seit meinem Amtsantritt habe ich die Förderung von ländlicher Entwicklung und Landwirtschaft als Schlüssel zur Ernährungssicherung wieder in den Mittelpunkt der deutschen Entwicklungspolitik gerückt. Das BMZ investiert jährlich mehr als 700 Millionen Euro in diesen Bereich. Und wir werden dieses hohe Finanzvolumen auch zukünftig beibehalten."

Als hochrangiger Gastredner konnte der Friedensnobelpreisträger und frühere Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, gewonnen werden. Neben einer Würdigung des kräftigen Wirtschaftswachstums in Afrika unterstrich Annan: "Es bleibt noch viel zu tun, damit dieses Geld sinnvoll im langfristigen Interesse aller Bürger eines Landes verwendet wird." Annan spricht sich für den Übergang zu einer klimaschonenden und klimabeständigen Agrarwirtschaft aus: "Es gilt, neue Kulturen und Verfahren zu entwickeln, damit die Bodenproduktivität und die Intensität der Bewirtschaftung gesteigert werden können, ohne die Umwelt oder die Artenvielfalt zu beeinträchtigen, von der unsere Ernährungssicherheit abhängt."

Letzte Änderung am Dienstag, 18 Dezember 2012 15:50
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