SPD fordert besseres Tierschutzgesetz

Priesmeier: „Die Tierschutzpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung ist nicht tageslichttauglich“

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Der agrarpoltische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier fordert bessere Tierschutzgesetze. Foto: hfr/Deutscher Bundestag

 

 

Berlin (LOZ). Anlässlich der 2. und 3. Lesung zum Tierschutzgesetz am Donnerstag im Deutschen Bundestag erklärt der agrarpoltische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier:

„Die SPD will die Haltungsbedingungen der landwirtschaftlichen Nutztiere verbessern. Dazu gehören nach unsere Auffassung das ausnahmslose Verbot aller Eingriffe an Tieren, das Verbot des Schenkelbrandes, der Verzicht auf die betäubungslose Ferkelkastration sowie das Ende der Kleingruppenhaltung für Legehennen bereits ab 2023.

Die Novelle des Tierschutzgesetzes bringt kaum Verbesserungen für den Schutz der Tiere. Landwirtschaftministerin Ilse Aigner hätte sich die gesamte Arbeit sparen können. Es scheint, dass sich die Lobbyisten innerhalb und außerhalb des Deutschen Bundestages durchgesetzt haben. Offensichtlich schämen sich die Koalitionäre nun dermaßen, dass die abschließende Debatte am späten Donnerstagabend geführt wird. Die Tierschutzpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung ist nicht tageslichttauglich

Der schmerzhafte Heißbrand bei Pferden wird nicht abgeschafft. Es ist vollkommen unverständlich, dass bestimmte Pferdezuchtverbände immer noch auf das Brandzeichen als Markenzeichen setzen. Die tierfreundliche Lösung heißt Chippen. Dieses System wird seit Jahren erfolgreich genutzt.

Die schmerzhafte Ferkelkastration ohne Betäubung wird nun zwei Jahre später abgeschafft, als bisher vorgesehen. Dabei gibt es bereits Alternativen wie die Ebermast oder die hormonelle Kastration. Die betäubungslose Ferkelkastration ist nicht mehr zeitgemäß und muss schnellstens abgeschafft werden.

Verbraucher wollen Antworten auf die drängenden Fragen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Gleichzeitig benötigen Landwirte Planungssicherheit. Leider bietet schwarz-gelb keinerlei Orientierung: weder auf Bundes- noch auf Landesebene moderieren die konservativen Regierungen die erforderlichen Diskussionsprozess.“

Letzte Änderung am Freitag, 21 Dezember 2012 15:50
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