ver.di Nord fordert Rücktritt von Ramsauer

Erneute Sperrung der Schleusen im Nord-Ostsee-Kanal kostet Millionen

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Foto: Peter Smola pixelio.de

 

(LOZ). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) fordert Bundesverkehrsminister Ramsauer auf, der Sanierung der Schleusen und des Nord-Ostsee-Kanals insgesamt endlich eine höhere Priorität einzuräumen. Erneut stehen die Schleusenanlagen still und die Schiffe müssen umgeroutet werden.

„Das ist ein Armutszeugnis für die schwarz-gelbe Bundesregierung und das Bundesverkehrsministerium. Immer wieder haben Fachleute auf den dramatisch schlechten Zustand der Schleusenanlagen in Kiel und Brunsbüttel hingewiesen. Nun führt dieser Zustand erneut zur Teilsperrung und wird sehr viel Geld kosten. Geld, das Bundesverkehrsminister Ramsauer in die Infrastruktur des Kanals und seine Mitarbeiter hätte investieren können. Wer so grob fahrlässig mit einer wichtigen Einnahme umgeht, der sollte seinen Hut nehmen und wieder dorthin gehen, wo Schifffahrt keine Rolle spielt“ so Karin Hesse, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord.

„Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meist befahrene, künstliche Wasserstraße der Welt. Mehr als 40.000 Seeschiffe durchqueren Schleswig-Holstein über diese wichtige Route. Das scheint die Bundesregierung nicht zu interessieren, denn trotz dieser bekannten Fakten hat Ramsauer versucht, die Probleme auszusitzen, das rächt sich nun. Das Problem ist, dass mehr als 7.000 Arbeitsplätze im Land mittelbar oder unmittelbar davon abhängig sind, dass diese Hauptschlagader des Schiffsverkehrs funktioniert“, so Hesse weiter.

Laut Mitteilung der Wasser- und Schifffahrtsdirektion sind alle großen Schleusentore des Kanals in Brunsbüttel außer Betrieb. Mit der Wiederinbetriebnahme einer der großen Schleusenkammern ist voraussichtlich erst am Ende der 12. Kalenderwoche zu rechnen. Geschleust werden kann nur noch über die kleine Nordkammer. Das bedeutet, dass der Nord-Ostsee-Kanal für große Schiffe nicht zu passieren sein wird, und die Reedereien die Schiffe über das Skagerrak umleiten. Dem Bund und auch den Schiffsmaklereien, Großhandelsbetrieben und vielen Dienstleistern entgehen damit wichtige Einnahmen in Millionenhöhe.

Letzte Änderung am Mittwoch, 13 März 2013 20:00

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