Samstag, 15 September 2012 16:03

Schülerlabor Quantensprung

Seit zehn Jahren begeistert die Einrichtung Schüler für Naturwissenschaft und Technik

hfr 10 jahre quantensprung kw 37-12

Beglückwünschten das Schülerlabor: Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des HZG, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, Staatssekretär im Bildungsministerium von Schleswig-Holstein Dirk Loßack sowie von Lernort Labor e.V. Prof. Dr. Rolf Hemplemann (v.l.n.r.). Foto: hfr


Geesthacht (LOZ/wre). Hoher Besuch im Forschungszentrum: Zur Geburtstagsfeier des Schülerlabors Quantensprung kam Schleswig-Holsteins Staatssekretär Dirk Loßack nach Geesthacht. Auf der Veranstaltung wurde die Entwicklung der Schülerlabore in Deutschland beleuchtet und die Frage beantwortet, wie der naturwissenschaftliche Unterricht von Schülerlaboren profitieren kann.

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht eröffnete 2002 das Schülerlabor Quantensprung auf dem Gelände in Geesthacht. Seitdem können vor allem norddeutsche Schüler Wissenschaft und Forschung zum Anfassen erleben. Aufgrund des großen Erfolges wurde 2009 ein zweiter Laborraum eingerichtet, sodass die drei Lehrkräfte des Schülerlabors jetzt durchschnittlich rund 175 Kurse im Jahr durchführen. Seit 2002 besuchten mehr als 35.000 Schülerinnen und Schüler und 2800 Lehrkräfte die Experimentiertage zum Thema Brennstoffzelle und Wasseranalytik.

Auf der Festveranstaltung zum zehnten Geburtstag des Schülerlabors überbrachte der Gast aus der Landespolitik Geburtstagsgrüße aus dem Schleswig-Holsteinischen Ministerium für Wissenschaft und Bildung. Staatssekretär Dirk Loßack: „Nicht zuletzt auf dieser Veranstaltung zeigt sich, dass das Schülerlabor eine Vorreiterrolle spielte. Heute ist es eine wichtige Einrichtung in der Bildungslandschaft Schleswig-Holsteins."

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, Prof. Dr. Wolfgang Kaysser, überreichte dem Schülerlaborleiter Michael Buchsteiner das Geschenk des Helmholtz-Zentrums: Einen „Kurblomaten“ mit dem die Schüler per Muskelkraft Strom erzeugen können. Je schneller gedreht wird, desto heller leuchten die Lampen und zeigen so die Stromerzeugung an.

Kaysser: „Das neue Gerät verdeutlicht spielerisch den Zusammenhang zwischen Energieerzeugung und –gewinnung, auf diese Art und Weise werden Schüler für Naturwissenschaften und Technik begeistert. Die Schulklassen erfahren durch ihren Besuch in unserem Zentrum mehr zu aktuellen Forschungsthemen, zum Beispiel im Bereich Wasserstofftechnologie oder Leichtbau.“

In zwei Vorträgen wurde auf der Veranstaltung das Potenzial der außerschulischen Bildungseinrichtung beleuchtet: Prof. Dr. Rolf Hempelmann, Erster Vorsitzender LernortLabor, Bundesverband der Schülerlabore sowie Lutz Jäger, Lehrerorganisation MNU, Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts, gaben detailliert Auskunft über Position und Potenzial von Schülerlaboren in Deutschland.

Norddeutsche Schüler oft in Geesthacht

In der Region ist das Schülerlabor beliebt: Das Geesthachter Otto-Hahn-Gymnasium besuchte 46 Mal die Kurse und das Gymnasium Schwarzenbek sowie die Ida-Ehre-Schule aus Bad Oldesloe nahmen 44 Mal teil. Das Angebot ist sogar grenzüberschreitend attraktiv: So kam das Bundesgymnasium Porcia aus Spittal in Österreich bereits zum siebten Mal nach Schleswig-Holstein.

Neben den Kursen bietet das Schülerlabor Lehrern regelmäßig die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Physik- und Chemie-Referendare lernen unter Anleitung der Quantensprung-Lehrkräfte, wie sie ihren Unterricht technisch-naturwissenschaftlich ansprechend gestalten können. Der Großteil der Personalkosten sowie die laufenden Kosten werden durch das Helmholtz-Zentrum finanziert. Das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein übernimmt die Kosten für einen Chemielehrer. Er tauscht an zwei Tagen in der Woche seinen Klassenraum am Geesthachter Otto-Hahn-Gymnasium mit dem Quantensprunglabor. Für die teilnehmenden Schulklassen sind der Besuch und der Bustransfer zum Schülerlabor kostenlos.

Letzte Änderung am Montag, 24 September 2012 15:20
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