Montag, 24 März 2014 19:46

Düneberg soll mit der Abrissbirne verschönert werden

Neubau von 117 Wohnungen geplant

Geesthacht (wre). Die stadteigene Wohnrauementwicklung Geesthacht (WoGee) will rund 21 Millionen Euro in den Düneberger Stadtteil stecken, um dort moderne Wohnungen zu bauen. Die Planungen dazu sind bereits angelaufen, und die derzeitigen Mieter, die aus ihren Häusern müssen informiert. Denn vor dem Neubau kommt erst einmal der Abriss der alten Häuser. Konkret sollen die Straßenzüge Heidestraße 1,2,3,4,5,7, Hugo-Otto-Zimmer-Straße 5,7,9,11,13 und Silberberg 13 neu bebaut werden.

„Wir haben uns in den letzten zwei Monaten den Bestand angesehen, und überlegt was zu tun ist“, sagt Henning Siegmund von der WoGee, die 170 Wohnungen im Bestand hat, davon 80 in Düneberg. Das Ergebnis der Untersuchung, die Häuser sehen zwar von außen noch ganz gut aus, aber von innen ist nicht mehr viel zu machen. Also sollen ab nächsten Jahr die Bagger vorfahren, und den Altbestand abreißen. Der Anfang soll voraussichtlich im Frühsommer 2015 in der Hugo-Otto-Zimmer-Straße 5 gemacht werden. „Mit dem Bestand ist eine wirtschaftliche Nutzung nicht mehr machbar“, erklärt WoGee Geschäftsführer Markus Prang.

Nach dem Abriss von 48 Wohnungen sollen 117 neue Wohneinheiten entstehen. Dabei soll ein Mix aus Eigentumswohnungen, Sozialbau und frei vermieteten Wohnungen entstehen. Ein Teil davon soll auch barrierefrei sein, um auch älteren Mietern eine moderne Wohnung anbieten zu können. Vom Baustiel sollen die neuen Häuser an den Bestand angepasst werden. „Der Stadtteil soll sein Gesicht bewahren, aber dabei modern und chic werden“, so Prang. Eine Luxussanierung soll es aber nicht geben. Denn die drei Säulen der WoGee, bezahlbar-betreut-barrierefrei, sollen auch für die Neubauten gelten verspricht Prang.

Weitere Details zu den Wohnungen gibt es noch nicht. „Im nächsten Schritt müssen nun die baurechtlichen Abstimmungen erfolgen“, erklärt Siegmund. Erst dann ist überhaupt klar, ob gebaut werde darf. Zusätzlich muss dann noch die Politik in Geesthacht zustimmen. Da sieht aber der SPD-Abgeordnete und Aufsichtsrat Olaf Schulze keine Probleme. „Es gibt eine Parteiübergreifende positive Resonanz zu dem Projekt“, sagt Schulze.

Markus Prang versicherte, dass es für die derzeitigen Mieter der alten Häuser eine Lösung geben wird. 90 Prozent hätten bereits positiv auf das Vorhaben reagiert. Teilweise will die WoGee eigene Wohnung aus Ersatz anbieten, oder man will auch bei der Vermittlung von anderem Wohnraum behilflich sein. „Es kann aber natürlich auch passieren, dass einzelne Mieter nicht ausziehen wollen“, so Schulze. „Aber es ist eine Chance für Düneberg, und wir hoffen, das auch andere Eigentümer nachziehen werden“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende.

 

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Olaf Schulze, Markus Prang und Henning Siegmund (v.l.) stellten heute das neue Projekt für Düneberg vor. Foto: W. Reichenbächer

Letzte Änderung am Montag, 31 März 2014 14:36

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