Dienstag, 29 April 2014 17:36

Neuer kTS Geschäftsführer will schwarze Zahlen schreiben

Geesthacht (wre). Der bisherige Geschäftsführer des kTS, Ulrich Jacobi, verlässt nach zwölfeinhalb Jahren und diversen Querelen das Theater. Während sich Jacobi erst einmal eine Auszeit nimmt, fängt für den neuen Geschäftsführer gleich am 1. Mai die Arbeit an. Der aus Flensburg stammende Thorsten Winkler (38) hat sich einiges vorgenommen. Vor allem ein Ziel dürfte die Stadtverordneten aus Geesthacht freuen. Winkler will das Theater aus den roten Zahlen bringen. Derzeit liegt der jährliche Zuschuss der Stadt für das Theater bei 290.000 Euro.

Dass Winkler mit Zahlen umgehen kann, habe der Veranstaltungskaufmann bereits bewiesen. Schon einmal habe er ein Theater aus den roten Zahlen geholt. Die Arbeit reizt Winkler vor allem auch, weil er alle drei Bereiche, die er bisher bereits in seinem Berufsleben schon erlebt hat, nun vereint hat. Das sind der Theaterbetrieb, das Kino und die Gastronomie. Zuletzt hatte Winkler in Wandsbek bei Cinemaxx gearbeitet. „Es war aber auch von Anfang an klar, dass ich dort nicht bis zur Rente bleibe“, so Winkler, denn nur Kino, das ist dem dynamischen Kaufmann dann doch zu wenig.

Eigene Produktionen wird es mit Thorsten Winkler aber nicht geben. „Ich bin Kaufmann, und kein Intendant“, so Winkler. Mitte Mai soll das neue Programm für die kommende Saison vorgestellt werden. Das stammt dann aber noch von Ulrich Jacobi. „Ich werde aber schon mal den einen oder anderen Testballon starten“, verspricht Winkler. Einer davon ist das Bühnenprogramm von Baumann und Clausen. „Da wird die Hütte voll“, verspricht Winkler, wenn das Comedy-Duo im Februar nach Geesthacht kommt.

Vorerst liegt der Schwerpunkt aber im Kinobetrieb. Dabei bezeichnet sich Winkler selber als großer Freund des alternativen Inhaltes. So soll es weiterhin die Übertragungen der Metropolitan Opera geben. Aber auch Konzertübertragungen sind denkbar. „Ich habe mal die Eröffnungskonzerte von Peter Maffay oder Helene Fischer gezeigt“.

Für das Haus würde Winkler gern die Zielgruppen erweitern. Der Betrieb soll offener werden. „Ich habe gemerkt, dass den Geesthachtern das Theater sehr am Herzen liegt, und sie besorgt sind, dass es eingestellt werden könnte“, sagt Winkler. „Das wird aber nicht passieren“.

Thorsten Winkler wurde aus über 50 Bewerbungen ausgewählt. „Wir hatten fünf Bewerber zu einem Gespräch eingeladen, und Herr Winkler konnte am meisten überzeugen“, so Stadträtin Maren Marquardt. „Ich bin überzeugt, dass das Haus gut weitergeführt wird, und kann mir auch noch einige weitere Veränderungen vorstellen“, so die Stadträtin weiter.

Winkler wohnt derzeit noch in Barbüttel, und will dort auch erst einmal weiterhin bleiben. Das wäre auch für seine Frau und die kleine Tochter ideal. Geesthacht wäre aber auch ein Ort, wo er sich vorstellen könnte zu leben. „Ich plane länger zu bleiben“, verspricht Winkler, der auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit der Stadt geschlossen hat.

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