Montag, 12 Mai 2014 18:02

Medienkonsum im Blick

AOK-Tipp: Feste Regeln mit Kindern vereinbaren

Geesthacht (LOZ).Der Umgang mit Computer, Smartphone, Spielekonsole, Fernseher und Co. kann Auswirkungen auf die Kindergesundheit haben. Das geht aus der großen AOK-Familienstudie 2014 hervor, bei der auch der Medienkonsum untersucht wurde. „Daher sollten Eltern feste Regeln zur Mediennutzung mit ihren Kindern verabreden und die Zeit, die das Kind mit Medien verbringt, begrenzen", sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Nach der aktuellen AOK-Familienstudie wissen knapp zwei Drittel der befragten Eltern über die Mediennutzung ihrer Kinder gut Bescheid. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) haben feste Regeln mit ihren Kindern verabredet und begrenzen die Zeit, die ihr Kind mit Medien verbringt. Dabei wird der Fernsehkonsum mit 86 Prozent am häufigsten begrenzt, gefolgt vom Computer mit 65 Prozent. Der Gebrauch des Smartphones hingegen wird bei fast drei Viertel der Eltern nicht eingeschränkt. Knapp die Hälfte der Mütter und Väter informiert sich auch darüber, welche Medieninhalte für ihr Kind geeignet sind und fast ein Drittel spricht regelmäßig mit dem Kind darüber.

„Die aktuelle Studie hat ergeben, dass der Umgang mit elektronischen Medien Auswirkungen auf die Kindergesundheit haben kann“, weiß Bojens. So haben etwa Kinder, die Computer, Internet und Smartphone häufig alleine, ohne Kontrolle oder Begleitung durch die Eltern, nutzen, häufiger gesundheitliche Beschwerden. Außerdem hat sich gezeigt, dass Kinder mit gesundheitlichen Beschwerden signifikant länger vor dem Fernseh- oder dem Computer-Bildschirm sitzen. Daher ist es sinnvoll, feste Regeln zur Mediennutzung mit den Kindern zu vereinbaren und die Zeit mit Medien zu begrenzen. Außerdem sollten gemeinsame Aktivitäten auf der Tagesordnung stehen, denn vor allem die gemeinsam verbrachte Zeit hat sich nach der AOK-Studie als förderlich für ein gesundes Aufwachsen der Kinder herausgestellt. Fahrradfahren, Spiele und Ausflüge sind meist für Kinder viel interessanter und locken sie vom Bildschirm weg. „Ein weiteres wichtiges Element zur Förderung der Gesundheit der Kinder sind gemeinsame Gespräche und alltägliche Routinen und Rituale“, sagt Bojens. Denn gewohnte Abläufe geben den Kindern Sicherheit. Das gilt nicht nur für gemeinsame Mahlzeiten oder der traditionellen Gute-Nacht-Geschichte, sondern auch für das Einhalten von Absprachen und Terminen oder den Umgang mit Medien.

Übrigens: Die AOK-Familienstudie 2014 zeigt auch, dass nicht jede Form der Regulierung des Medienkonsums positive Auswirkungen hat. So haben Medienverbote zur Bestrafung der Kinder im Hinblick auf die Kindergesundheit ebenso einen kontraproduktiven Effekt wie die Belohnung der Kinder mit Medienangeboten. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist, dass die Mehrheit der befragten Eltern diese Erziehungsmittel ablehnt.

Mehr Infos zur AOK-Familienstudie gibt es unter www.aok.de/familie.

Letzte Änderung am Montag, 12 Mai 2014 18:07
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.