Montag, 19 Mai 2014 13:34

AOK-Tipp zum Start in die Freiluftsaison: Hobbygärtner sollten Tetanusschutz überprüfen

Geesthacht (LOZ). Kaum wird es draußen wärmer, zieht es zahlreiche im Herzogtum nach draußen, um den Garten für den Sommer fit zu machen. Dabei macht Gärtnern nicht nur Spaß, die Bewegung an der frischen hält fit und sorgt für Ausgleich und Entspannung. Doch trotz allem Eifer ist Vorsicht geboten. Beim Einsatz von Schaufel und Spaten kann es schnell mal zu einem Kratzer oder einem Schnitt an Armen, Händen oder Beinen kommen - mit unangenehmen Folgen. „Daher sollten Hobbygärtner prüfen, ob ihr Tetanus-Schutz noch besteht“, rät AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Häufig werden kleine Verletzungen im Garten gar nicht beachtet. Über Staub, Schmutz, rostige Gegenstände, Dornen, Holzsplitter oder das Erdreich kann der Tetanus-Erreger in die Wunde gelangen. Unter Sauerstoff-Abwesenheit vermehrt er sich und produziert Giftstoffe, die zu starken Muskelkrämpfen führen und schlimmstenfalls eine Lähmung der Atemmuskulatur auslösen können. So weit muss es aber nicht kommen. Eine Vorbeugung ist möglich. So gibt es als wirksamen Schutz gegen diesen sogenannten Wundstarrkrampf die Tetanus-Impfung. „Dieser Impfschutz hält zehn Jahre vor“, so Bojens. Die Impfung kann bei jedem Hausarzt durchgeführt werden. Häufig wird die Tetanus-Impfung in Kombination mit der Diphtherie-Impfung, falls angezeigt auch mit einer Impfung gegen Keuchhusten durchgeführt. Am besten sollte der Impfstatus mit dem Hausarzt besprochen werden. Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Kosten dafür von den Krankenkassen übernommen. Es genügt die Vorlage der elektronischen Gesundheitskarte.

Mit diesem Schutz steht der Gartenarbeit nichts mehr im Wege. Und das ist gut so: Denn Arbeiten im Garten ist erwiesenermaßen gut für Körper und Geist. Gärtnern setzt Glückshormone frei, reduziert den Stresspegel und sorgt für Ausgeglichenheit und Erholung. „Auch für die körperliche Fitness ist Gartenarbeit genau das Richtige, denn Gärtnern macht beweglicher, es kräftigt Muskeln und Gelenke, stabilisiert das Herz-Kreislaufsystem und stärkt das Immunsystem“, so Bojens. Allerdings sollte auf eine rückenschonende Haltung vor allem beim Tragen, Heben und Bücken geachtet werden. Außerdem helfen entsprechende Hilfsmittel den Rücken zu schonen. Genauso wichtig ist die richtige Kleidung. Bei der Gartenarbeit kommt man schnell ins Schwitzen und holt sich dann durch den Luftzug Muskelverspannungen. Atmungsaktive Kleidung und das Anziehen nach dem ‚Zwiebelprinzip‘ sind ratsam. Gut sitzende und luftdurchlässige Handschuhe gehören genauso zur Grundausstattung. Bei Sonne sollte auch an einen Hut und ans Eincremen gedacht werden.

Letzte Änderung am Montag, 19 Mai 2014 16:06
Kostenlose Nachrichten aus dem Herzogtum Lauenburg
Kostenlose Nachrichten Mobil

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.