Dienstag, 24 Juni 2014 15:47

Forschung vor Anker an der Elbe

Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ lädt zum Open Ship ein

 

Geesthacht (LOZ). Vom 6. bis 12. Juli ist das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (HZG) auf der Elbe unterwegs und legt in Geesthacht (Tesperhude), Stade, Balje, Glückstadt und Hamburg an. Wie sieht die Arbeit der Wissenschaftler während einer Messkampagne aus? Auf den Open Ship und Abendveranstaltungen erhalten Besucher direkte Einblicke in die Küsten- und Klimaforschung.

Zum Beispiel erfahren Besucher wie die Deiche Norddeutschland heute vor Sturmfluten schützen, wie das Wattenmeer auf Ölverschmutzungen reagiert und wie sich Schiffsabgase in Europa ausbreiten. Außerdem erleben die Gäste, wie die Forscher aus Geesthacht mit autonom arbeitenden Messinstrumenten etwa den Salz- und Chlorophyll-Gehalt im Wasser ermitteln und eines der weltweit umfangreichsten Küstenüberwachungssysteme (COSYNA) entwickeln. Zusätzlich bietet die Besatzung Schiffsführungen an.

„Mit der „Forschung vor Anker“-Tour wollen das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die beteiligten Partner auf aktuelle Themen der Küsten -und Klimaforschung aufmerksam machen sowie den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit fördern“, skizziert Prof. Hans von Storch, Institutsleiter der Küstenforschung, den Rahmen der Veranstaltung.

In Geesthacht kann das Schiff am 6. Juli von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Seit 2009 fahren die Küstenforscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht in den Sommermonaten auf „Forschung vor Anker“ Tour. Für eine Woche im Jahr geht es mit dem institutseigenen Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste, um den Menschen ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und die Arbeit auf der „Ludwig Prandtl“ vorzustellen. Kooperationspartner werden bei den Veranstaltungen mit einbezogen.
 
Das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“

Das Helmholtz-Zentrum Geesthacht ließ das Forschungsschiff „Ludwig Prandtl“ speziell für den Einsatz in der flachen oder tidebeeinflussten Nord- und Ostsee bauen. Das Schiff bietet Platz für eine umfangreiche wissenschaftliche Ausrüstung.

Aufgrund der Seetauglichkeit und des geringen Tiefgangs von weniger als zwei Metern eignet sich die „Ludwig Prandtl“ hervorragend für den Einsatz im Übergangsbereich Watt und offene See. Die Messeinsätze mit der „Ludwig Prandtl“ dienen insbesondere dazu, neue Messsysteme für das Monitoring von Küstengewässern zu erproben, Wasser- und Sedimentproben zu entnehmen sowie einheitlich und sicher Daten der Wasserqualität zu erfassen.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 24 Juni 2014 16:03
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