Samstag, 05 Juli 2014 15:51

Bürgermeister Jahn setzt auf Rotation bei den Wahlhelfern

Wiershop (LOZ). „Ich höre von anderen Gemeinden immer wieder, dass sie Probleme haben, Wahlhelfer zu finden oder immer wieder auf dieselben Personen zurückgreifen müssen“, berichtet Hans-Ulrich Jahn, seit vielen Jahren Bürgermeister in Wiershop, mit 170 Einwohnern eine der kleineren Gemeinden im Amt Hohe Elbgeest.

„Das handhaben wir hier anders und fahren damit seit Jahren sehr gut“, betont Jahn, der auch stellvertretender Amtsvorsteher im Amt Hohe Elbgeest ist. Der erfahrene Kommunalpolitiker setzt bei den Wahlhelfern auf die Jugend. In Wiershop gibt es einen Wahlbezirk und sechs Wahlhelfer, alle sind zwischen 20 und 28 Jahren. Silvie Deecken ist seit ihrem 18. Geburtstag dabei und hatte als Wahlleiterin die Gesamtverantwortung für den ordnungsgemäßen Ablauf in ihrem Heimatort bei der Europawahl am 25. Mai 2014. „Wir machen immer gerne mit als Wahlhelfer, weil wir hier eine nette Truppe sind und es sehr interessant ist, die Wahl live zu verfolgen“, erzählt die fünfundzwanzigjährige Wiershoperin.

Im Auftrag von Bürgermeister Jahn schreibt das Amt Hohe Elbgeest gezielt junge Wiershoper an, wenn Helfer für die nächste Wahl benötigt werden. „Ich möchte damit junge Leute an die Kommunalpolitik heranführen“, betont Bürgermeister Hans-Ulrich Jahn, der das Wiershoper Modell seinen Amtskollegen zur Nachahmung empfiehlt. Tatsächlich ist Wahlhelfer Dennis Diehn politisch interessiert und engagiert, bei den anderen ist durchaus noch Potential vorhanden. Aber mittels Wahlomat haben sie alle ihre politischen Ansichten mit denen der Parteien verglichen und die größtmögliche Übereinstimmung ermittelt. Ob sie sich daran hielten, fällt selbstverständlich unter das Wahlgeheimnis, das auch in der kleinsten Gemeinde beachtet werden muss. Damit sie die Formalien des Wahlvorgangs beherrschen, werden Wahlleitung und Schriftführer im Amt Hohe Elbgeest vor jeder Wahl belehrt über Pflichten und Rechte, Staatsbürgerkunde inklusive.

In den zehn Amtsgemeinden werden Aufwandsentschädigungen für den Einsatz am Wahltag gezahlt, egal ob Kommunal- oder Bundestagswahlen wie 2013 oder vor einigen Wochen Europawahl. „Das ist eine nette Belohnung für den Freizeiteinsatz, aber nicht das wichtigste für uns“, betonen die Wiershoper Wahlhelfer einstimmig. „Wir wollen Politik erleben und das können wir bei den Wahlen.

Letzte Änderung am Samstag, 05 Juli 2014 15:56

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.