Samstag, 29 September 2012 18:53

Erneuerbare Energien-Genossenschaft: Startschuss fiel auf der Energiewendemesse


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Foto: W. Reichenbächer


Geesthacht (LOZ/wre). Die Stadt Geesthacht will die Energiewende voranbringen. Sie möchte die Gründung einer Erneuerbaren Energien-Genossenschaft in Geesthacht unterstützen.

Immer mehr Menschen möchten regenerative Energien nutzen und fördern, haben aber aus verschiedenen Gründen selbst keine Möglichkeiten zum Einsatz dieser Technologien.
Erneuerbare Energien-Genossenschaften bieten Interessierten die Möglichkeit, sich an Photovoltaik-Anlagen, oder auch andere Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien, zu beteiligen, die in der näheren Umgebung auf Dächern öffentlicher und privater Gebäude errichtet werden.

Wer Interesse an mehr Informationen zu dem Thema hat oder sogar an der Gründung einer solchen Genossenschaft interessiert ist, kann sich beim Fachdienst Umwelt unverbindlich melden. Zu den weiteren Schritten werden die Interessierten gezielt informiert und eingeladen.

Auf der Energiewende Messe haben zwei Referenten das Modell der Erneuerbaren Energien-Genossenschaften vorgestellt.

Hartmut Bödecker, Rechtsanwalt beim Genossenschaftsverband e.V. Rendsburg, erläuterte den rechtlichen Rahmen für die Gründung dieses Beteiligungsmodells, die Möglichkeiten und die Flexibilität.

Norbert Stein von den Bürgersolarkraftwerken Rosengarten berichtete von den Erfahrungen der 2007 gegründeten erfolgreichen Genossenschaft im Süden Hamburgs.

Rund 40 Menschen hörten den Vorträgen mit großem Interesse zu. Viele von ihnen möchten Mitglied in einer solchen Genossenschaft werden.

Die Stadt Geesthacht informierte auf der Messe über potentielle städtische Dachflächen, die sich aufgrund ihrer Lage, Ausrichtung, Dachneigung und -ausrichtung für die Installation von PV-Anlagen eignen könnten. Die Stadt Geesthacht prüft, ob diese Dachflächen für die Errichtung von PV-Anlagen durch eine Erneuerbare Energien-Genossenschaft zur Verfügung gestellt werden können.

In vielen Gemeinden in Deutschland gibt es bereits solche Bürger-Genossenschaften. Die Kommune oder Bürger stellen ihre Dächer der Genossenschaft gegen einen Pachtbetrag zur Verfügung. Die Genossenschaft lässt darauf PV-Anlagen errichten und speist den so erzeugten Strom in das Stromnetz ein. Die Einspeisevergütung fließt den Mitgliedern der Genossenschaft als Rendite zu. Mitglied in der Genossenschaft wird man durch Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Mit der Mitgliedschaft erwirbt man ein Stimmrecht unabhängig von der Anzahl der Anteile.

In Büchen steht eine gerade erst gegründete Genossenschaft jedoch schon wieder vor dem Aus, bevor die erste Anlage installiert werden konnte. Nach Berechnungen der Genossenschaft würde sich der Betrieb einer Anlage nicht mehr lohnen, da die Einspeisevergütungen von der Bundesregierung gesenkt wurden, und man auf fremden Dächern auch keinen lukrativeren Eigenverbrauch abrechnen kann.

Letzte Änderung am Montag, 08 Oktober 2012 14:08
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