Montag, 21 Juli 2014 11:47

Mehr Artenvielfalt in Geesthacht durch „verwilderte“ Randstreifen

Geesthacht (LOZ). Die Stadt Geesthacht arbeitet schon seit Jahrzehnten eng mit dem NABU mit dem Ziel zusammen, seltene Pflanzen zu erhalten und den Bestand zu fördern. Besonders an der Wärderstraße, Am Schleusenkanal und in der Steinstraße sind diese Pflanzen zu finden. Zu nennen sind u. a. der Feldmannstreu, der Mauerpfeffer, die Graukresse, das Knorpelkraut und der Feldbeifuß. Diese gefährdeten Pflanzenarten, die z.T. auch auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten stehen, können nur überleben, wenn ihnen die Chance gegeben wird, ihre Blüten und Samen auszubilden. Aus diesem Grunde werden diese Flächen entsprechend wenig gemäht.

Weitere Flächen des Straßenbegleitgrüns wurden mit der sogenannten Norddeutschen Trockenrasenmischung eingesät. Dadurch wurden die Glockenblume, der Salbei, die Heidenelke, die Strandnelke, die Wiesenflockenblume, die Wilde Möhre, die Mohnblume, die Königs und Nachtkerze angesiedelt. Zu sehen sind diese auf Seitenflächen des Menzer Werftplatzes im Bereich der Rasenparkplätze, an der Steinstraße vor Delmes, im Neubaugebiet Finkenweg-Ost und auf der sogenannten Drachensteigerwiese gegenüber dem Wohnmobilparkplatzes.

In all diesen Flächen sind Wildbienen, Heuschrecken und Schmetterlinge zu finden, um nur einige Arten zu nennen.

Studien belegen deutlich, dass sich im Bereich des Straßenbegleitgrüns durch eine gezielte und reduzierte Mahd sehr viele Pflanzenarten ansiedeln, die auf der Roten Liste stehen.

Diese Art des Mähens ist nicht überall gern gesehen und erscheint Manchen als "ungepflegt und wild". Dabei kann auf diese Weise mit weniger Aufwand die Artenvielfalt mitten in der Stadt erhalten und gefördert werden. Vielleicht müssen wir den Begriff der Ordnung in unseren Köpfen zugunsten der Artenvielfalt in der Stadt neu definieren.

Letzte Änderung am Montag, 21 Juli 2014 11:57
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