Montag, 21 Juli 2014 12:20

Linke: Freihandelsabkommen mit den USA bedroht Sozial- und Umweltstandards hier und in ganz Europa

DIE LINKE Kreisverband Herzogtum Lauenburg fordert Stopp der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP

 

Geesthacht (LOZ). „Das geplante Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA bedroht Sozial-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards vor Ort bei uns und in ganz Europa“, erklärt Carsten Friederichs, Sprecher des Kreisverbandes. „Wir wollen keine Gentechnik im Essen und keinen neuen Wettlauf mit den USA um die niedrigsten Sozial- und Lohnstandards. Auch US-Konzerne sollen sich weiter vor unseren Gerichten verantworten müssen und nicht durch zweifelhafte private Schiedsgerichte die Staaten der Europäischen Union auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen können.“

DIE LINKE befürchtet zudem durch das TTIP drastische Auswirkungen auf die Kommunen in Deutschland. „Schon die Schaffung des gemeinsamen Binnenmarktes innerhalb der Europäischen Union hatte erhebliche Konsequenzen für die Kommunen gehabt“, erklärt Birgit Gatermann, Sprecherin des Ortsverbandes und Ratsfrau in Geesthacht „So wurden die Kommunen massiv daran gehindert, die Vergabe öffentlicher Aufträge an soziale und ökologische Standards zu binden. Die geplante transatlantische Freihandelszone droht diesen Druck auf die Kommunen weiter zu erhöhen“, ergänzt Ilka Wenzelis, Sprecherin des Ortsverbandes und Ratsfrau in Ratzeburg.

DIE LINKE fordert den sofortigen Stopp der Verhandlungen. Sie unterstützt daher die Europäische Bürgerinitiative gegen das Freihandelsabkommen, die am 15. Juli bei der EU-Kommission eingereicht wurde und europaweit bereits von über 150 Organisationen getragen wird. Nach offizieller Zulassung der Bürgerinitiative wird DIE LINKE ab September auch im Kreis Herzogtum Lauenburg Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative sammeln.

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