Dienstag, 29 Juli 2014 15:19

Es drohen bis zu 10.000 Euro Bußgeld, wenn der Hund nicht angeleint ist

Geesthacht macht auf die gesetzlichen Regeln aufmerksam

 

Geesthacht (LOZ/wre). „Aus gegebener Veranlassung -in letzter Zeit wieder vermehrt gemeldete bzw. festgestellte Verstöße gegen die gesetzlichen Anleinpflichten für Hunde, hier: insbesondere im Bereich von Park-, Garten- u. Grünanlagen- möchte der Fachdienst Öffentliche Sicherheit an dieser Stelle ausdrücklich auf die entsprechenden rechtlichen Bestimmungen hinweisen“, so Geesthacht Pressesprecher Torben Heuer. Denn wer sich nicht daran hält, kann schmerzlich zur Kasse gebeten werden. So sind bis zu 5.000 Euro Bußgeld fällig, wenn der Hund einfach die gesetzlichen Vorgaben mißachtet.

Der Fachdienst Öffentliche Sicherheit der Stadt Geesthacht hat noch einmal die Bestimmungen zusammengetragen, um alle Bürger und Besucher in Geesthacht zu informieren.

Dort, wo keine Anleinverpflichtungen für Hunde bestehen, gilt die Bestimmung des § 2 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes zur Vorbeugung und Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren (Gefahrhundegesetz-GefHG), wonach Hunde so zu halten und zu führen sind, dass von diesen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass in Bereichen ohne Leinenzwang immer eine wirksame Beaufsichtigung mit ausreichendem Gehorsam des Hundes vorliegen muss. Ansonsten hat der Hund auch in diesen Bereichen weiterhin angeleint zu bleiben.

Bereiche, in denen Hunde in Geesthacht unangeleint laufen können, sind z. B.:

- vorhandene Feldmark angrenzend an das Neubaugebiet Finkenweg Ost
- Wanderweg von der Wäderstraße bis zur Hallenstraße
- Bereich unterhalb der Hafenschänke beginnend ab dem unbebauten Gelände neben der Hafenschänke, verlaufend unterhalb der Hafenbrücke/ Fußgängerbrücke bis zum Bereich „Am Hafen“/ Nähe Freibad
- Verlängerung der Straße Schäferstrift ab Bahnschienen bis zum Bereich „Am Knollgraben/Heuweg“
- Verlängerung des Bauernvogtsweg bis zum Bereich „Am Knollgraben“
- Bereich des Elbewanderwegs ab Parkplatz Freibad über Krümmel bis nach Grünhof-Tesperhude
- Hundefreilauffläche am Wulfsweg

Für folgende Bereiche bestimmt das Gefahrhundegesetz eine generelle Anleinpflicht für alle Hunde:

- Fußgängerzone, Haupteinkaufsbereiche und andere innerörtliche Bereiche, Straßen und Plätze mit vergleichbarem Publikumsverkehr (z.B. Buntenskamp, Geesthachter Straße, Berliner Straße, ZOB Norderstraße),
- bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
- in der Allgemeinheit zugänglichen umfriedeten oder anderweitig begrenzten Park-, Garten- und Grünanlagen (z.B. Hachede-Park, Gelände am Grünhofer Teich, Gelände am Teich im Bereich der Hansastraße, Menzer-Werft-Platz -Bereich ab dem Parkplatz Freibad bis zur Spitze der Elbhalbinsel-, Grünzug Strandweg mit vorhandener städtischer Beet-/ Rasenfläche, Grünzug Elbuferstraße -zwischen Sielstraße und Schiffbauerweg- mit vorhandener städtischer Beet-/ Rasenfläche, Bereich des Hochseilgartens und des Geländes „Feldherrenhügel“ mit den hier u.a. auch aufgestellten „Seniorensportgeräten“). Eine ausgewiesene Hundeauslauffläche der Stadt Geesthacht besteht im Bereich Wulfsweg. Der Menzer-Weft-Platz hat den früheren Charakter einer Industriebrache verloren und dient jetzt der Naherholung. Auf die im Bereich des Menzer-Werft-Platzes bis hin zur Spitze der Elbhalbinsel bestehende Anleinpflicht für Hunde weist zusätzlich eine entsprechend eingerichtete Beschilderung hin.
- bei Mehrfamilienhäusern auf Zuwegen , in Treppenhäusern, in Aufzügen, in Fluren und in sonstigen von der Hausgemeinschaft gemeinsam genutzten Räumen,
- in öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln,
- in Sportanlagen (z.B. auch die im Bereich des Menzer-Werft-Platzes vorhandenen Flächen für sportliche Betätigungen -Beachvolleyball, Beachsoccer und Tischtennis-) und auf Zelt- und Campingplätzen,
- auf Friedhöfen,
- auf Märkten und Messen.

Ein generelles Mitnahmeverbot für Hunde besteht für folgende Bereiche (§ 2 Abs. 3 GefHG):

- Kirchen, Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser,
- Theater, Lichtspielhäuser, Konzert-, Vortrags- und Versammlungsräume und
- Badeanstalten sowie auf Badeplätze, Kinderspielplätze und Liegewiesen (z.B. auch die angelegte Spielfläche neben dem Menzer-Werft-Platz „Uferpark“).

Als geeignet gilt hierbei eine Leine, die reißfest und nicht länger als zwei Meter ist. Eine solche Leine von max. 2 Meter Länge ist in jedem Fall in Bereichen mit erhöhtem Publikumsverkehr zu verwenden.

Ein Hund, welcher außerhalb des befriedeten Besitztums ausgeführt wird, ist an der Anleinvorrichtung (Halsband, Halskette o.ä.) neben der in der Stadt Geesthacht vorgeschriebenen Hundesteuermarke mit einer weiteren Kennzeichnung zu versehen, aufgrund derer der Hundehalter ermittelt werden kann, zum Beispiel Hunde-Chip.

Verstöße gegen die Bestimmungen des Gefahrhundegesetzes können mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.

Nach den Bestimmungen des Landeswaldgesetzes (LWaldG) dürfen Hunde nur angeleint in den Wald mitgenommen und dort auch nur auf Waldwegen ausgeführt werden.

Ein unangeleintes Laufenlassen von Hunden in Bereichen, für welche keine Anleinpflichten oder Mitnahmeverbote bestehen (z.B. Elbwanderweg, Feldmark mit Ausnahme eingerichteter Jagdbezirke) ist unter der Voraussetzung, dass der Hund im wirksamen Gehorsam steht, gestattet. Im Bereich der in der Stadt Geesthacht eingerichteten Jagdbezirke dürfen Hunde nur angeleint ausgeführt werden. Im Stadtgebiet Geesthacht sind folgende Bereiche als Jagdbezirke eingerichtet:

- Besenhorster Sandberge (Naturschutzgebiet), begrenzt durch die B 404 und die Gemeindegrenze nach Escheburg-Voßmoor,
- Gut Hasenthal (Gelände des Gutes selbst) einschließlich dort angrenzender Waldflächen sowie zusätzlich einzelne Grundstücksflächen rund um das Gut Hasenthal,
- Stadtwald, beginnend im Bereich Hansastraße/ Ecke Berliner Straße (Ziegenkrug/ Gelände ehemalige Holert´sche Kieskuhle) und sich über die, an dieses Gelände angrenzenden Grünzüge (Waldbereiche) bis zur Gemeindegrenze im Bereich Oberstadt) erstreckend,
- Mercatorstraße [unterer Teil, angrenzend an den Stadtwald Besenhorst/ Heidberge (unbebautes Gelände im Bereich Gewerbegebiet Nord)]
- Bereich unterhalb des Naturschutzgebietes Besenhorster Sandberge (Elbsandwiesen sowie Bereich neben/ hinter Gewerbegebiet West)
- Schleuseninsel, westlicher Teil komplett und östlicher Teil im Bereich der kompletten ehemaligen dortigen Feldfläche
- Wulfsweg, östlicher Teil beginnend hinter dem Ende der Wohnbebauung Holunderweg verlaufend bis etwa zur Mitte des Wulfsweg

Nach den Bestimmungen des Landesjagdgesetzes sind Jagdschutzberechtigte dazu befugt, wildernde Hunde und Katzen zu töten. Als wildernd gelten hierbei Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung der sie führenden Person sichtbar Wild verfolgen oder reißen und Katzen, die im Jagdbezirk weiter als 200 Meter vom nächsten Haus angetroffen werden.

Verstöße gegen das Landeswaldgesetz können mit einer Geldbuße bis zu 2.500 Euro, Verstöße gegen das Landesjagdgesetz mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

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