Donnerstag, 07 August 2014 13:58

Neue archäologische Beschilderung am Totenhaus Grünhof-Tesperhude

Geesthacht (LOZ). „Nun können wir allen Besucherinnen und Besuchern dieser bedeutenden bronzezeitlichen, über die Grenzen unseres Kreises hinaus bekannten Grabanlage ausführliche Informationen bieten“, fassen Susanna Helmert von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Herzogtum Lauenburg und Helmut Knust vom Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg e. V. die Einweihung der neuen Beschilderung am Totenhaus Grünhof-Tesperhude zusammen.

„In dissen Barg hebbt in olen Tiden grote Fuer brennt.“ berichtet eine Sage. Trotzdem war die Überraschung groß, als Archäologen 1932 beim Abtragen eines mächtigen Hügels neben drei weiteren Gräbern die Reste eines niedergebrannten Pfostenhauses mit zwei Baumsargbestattungen freilegten. Heute lädt ein brauner touristischer Pfeilwegweiser mit der Aufschrift „Grabhügel am Totenhaus“ an der B 5 zu einem Spaziergang in den Kreisforst Avendorfer Heide ein. Nach etwa 10 Minuten sind die Grabanlagen mit den erhaltenen Steinsetzungen und Pfostenlöchern des Totenhauses erreicht.

„Das neue Schild konnte aus Mitteln der Hans-und-Margarete-Tiedemann-Stiftung, deren Stifter der Archäologie auf das Besondere verbunden waren, finanziert werden“, berichtet Helmut Knust. Eine weitere Tafel mit Infos zu bronzezeitlichen Bestattungssitten steht nun auch an dem östlich des Totenhauses gelegenen, unversehrten Grabhügel. „Die Beschilderung ist beim Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein in Auftrag gegeben worden. Das landesweit einheitliche Layout hat sich bewährt. Besonders das St. Hans-Kreuz, das in Skandinavien und auch in Schleswig-Holstein als Symbol für das kulturelle Erbe eingesetzt wird, hat mittlerweile einen hohen Wiedererkennungswert“, erläutert Susanna Helmert. Sechs Denkmäler im Kreisgebiet sind bereits mit diesem neuen Schildertyp ausgestattet: der bronzezeitliche Grabhügel „Schneckenberg“ in Friedrichsruh, die neolithischen „Riesenbetten“ bei Dassendorf, die mittelalterliche Motte in Juliusburg, die mesolithischen Fundplätze im Grabungsschutzgebiet Duvensee, die bronzezeitliche Grabhügelgruppe im Kreisforst Schönberg und der Oldenburger Wall in der Gemeinde Horst.

Letzte Änderung am Donnerstag, 07 August 2014 14:07
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