Dienstag, 02 Oktober 2012 13:04

Stadteigene Wohnungen bleiben erhalten

Geesthachter Grüne unterstützen die Gründung einer Gesellschaft, um die städtischen Wohnungen zu sanieren

pix hausfinanzierung Thorben Wengert pixelio de

Foto: Thorben Wengert  / pixelio.de

 

Geesthacht (LOZ/wre). Der Finanzausschuss der Stadt Geesthacht hat kürzlich der Gründung eines kommunalen Wohnungsunternehmens mit dem Namen „Wohnraumentwicklung Geesthacht“ (Woge) zugestimmt. Die Leitung des Unternehmens soll Marcus Prang übernehmen, der bereits Geschäftsführer der Geesthachter Stadtwerke ist. Neben der Sanierung der 180 Stadteigenen Wohnungen ist auch der Bau weiterer Wohneinheiten in Geesthacht geplant. Zunächst sollen aber die bereits vorhandenen Wohnungen saniert und modernisiert werden. Ein Verkauf oder Verpachtung der Wohnanlagen war bisher immer gescheitert, sodass die Mieter mit der Gründung der Woge nun auf eine bessere Wohnsituation hoffen dürfen.

„Nach jahrelangen Diskussionen haben die Fraktionen SPD und CDU endlich eingesehen, dass es die beste Möglichkeit ist, die Wohnungen in städtischer Aufsicht zu sanieren und zu erhalten“, sagt Grünen-Fraktionschef Ali Demirhan.

Nach den letzten Kommunalwahlen hatten sich SPD, B90/Die Grünen und die Fraktion LINKE sich geeinigt mit den dringend erforderlichen Sanierungen der städtischen Wohnungen sofort anzufangen. „Die SPD hat sich leider an diese Abmachung nicht gehalten und die Sanierung durch immer wieder neue Einwände fünf Jahre lang weiter verschleppt, nachdem die damalige Mehrheit aus CDU und FDP von 2003 bis 2008 die Wohnungen ganz und gar verkaufen wollte und die Wohnungen ihrem Schicksal überließ“, ergänzt Demirhan.

„Erst wollte die SPD mit uns und der Fraktion LINKE den Wohnungsbestand in städtischer Hand sanieren, dann trotz vieler Warnungen und Hinweise Anfang 2009 an die Oldesloer Wohnstätten GmbH verpachten. Die Verpachtung war von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil die Kosten für die Stadtkasse zu hoch waren. Dann konnte sich die SPD auf eine Gesellschaftsform nicht einigen und jetzt endlich wurde im Finanzausschuss ein Beschluss gefasst, dass mit der Gründung einer Gesellschaft, die den Wirtschaftsbetrieben zugeordnet wird, endlich nach fünf Jahren Diskussion, eine Lösung gefunden wird.

Wir werden weiterhin konstruktive Vorschläge machen und den Geschäftsführer der neuen Gesellschaft darin unterstützen weiterhin bezahlbaren Wohnraum in Geesthacht vorzuhalten, und mit dem städtischen Vermögen verantwortungsvoll umzugehen.

Es darf nicht sein, dass durch die Sanierungsmaßnahmen die Mieten unverhältnismäßig steigen und dadurch der Mietspiegel in Geesthacht in die Höhe getrieben wird“, schließt Ali Demirhan ab.

Letzte Änderung am Dienstag, 09 Oktober 2012 16:09
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