Montag, 18 August 2014 09:40

Die App gegen Alkohol- und Mediensucht

Neues Schulprojekt ‚AlcoMedia – Voll das Leben!‘

 

Geesthacht (LOZ). ‚AlcoMedia – Voll das Leben!‘ heißt ein bundesweit einmaliges Projekt über Ursachen und Folgen eines riskanten Alkohol- und Medienkonsums, das sich jetzt auch an die Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg richtet. Mithilfe einer speziellen Applikation (App) an Computer-Tablets können die Schülerinnen und Schüler einen medienübergreifenden Parcours mit verschiedenen Stationen durchlaufen und ihr Konsumverhalten überprüfen. Fachlich begleitet wird das Präventionsprojekt von der Landesstelle für Suchtfragen (LSSH) mit den Suchtberatungsstellen vor Ort. „Mit dem Projekt werden die beiden zentralen Themen Alkohol- und Medienkonsum ideal miteinander verbunden und den Jugendlichen mit einem aus ihrer Sicht attraktiven Medium präsentiert. Das schafft Aufmerksamkeit und erhöht die Akzeptanz bei dieser Zielgruppe, einen Zugang zu diesen wichtigen Themen zu finden“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens. Das Gemeinschaftsprojekt von LSSH und AOK NordWest kann ab sofort in allen Schulen im Kreis Herzogtum Lauenburg ab der zehnten Klasse durchgeführt werden.

Ziel ist es, die Jugendlichen im Herzogtum zu motivieren, über ihr eigenes Konsumverhalten nachzudenken, es kritisch zu reflektieren und mit den Mitschülern zu diskutieren, um schließlich einen kompetenten Umgang damit zu erzielen. Das geht von der ansprechenden Wissensvermittlung mit dem ‚gläsernen Körper‘, einem Quiz oder einer virtuellen Theke bis hin zum Selbsttest. Das kritische Hinterfragen des eigenen Medienkonsums bei den Heranwachsenden mit einem technischen Medium wie der ‚AlcoMedia-App‘ mag auf den ersten Blick paradox klingen: „Doch das ist es keineswegs. Es entsteht ein authentisches und lebensnahes Abbild der gesellschaftlichen Diskussion. Wir sensibilisieren die Jugendlichen für neue Umgangsformen und fördern ihre eigene Medienkompetenz“, sagt Dr. Regina Kostrzewa, LSSH-Geschäftsführerin. Nach ihrer Auffassung ist die Schule ein idealer Ort, die Jugendlichen mit gesundheitsfördernden Maßnahmen zu erreichen und im gemeinsamen Dialog mit den Mitschülern, Lehrern und den Suchtexperten vor Ort auch eine Verhaltensänderung anzustreben.

Interessierte Schulen können sich bei Projektleiterin Lisa Uecker von der LSSH unter Telefon 0431 / 54 03 348 oder E-Mail: lisa.uecker@lssh.de anmelden. Eine Online-Anmeldung der Schulen ist auch unter www.alcomedia.lssh.de möglich.

Hintergrund:

Bundesweit gelten etwa 100.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren als internetabhängig gelten, weitere 40.000 haben ein problematisches Nutzungsverhalten – Tendenz steigend.

Letzte Änderung am Montag, 18 August 2014 10:57
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