Mittwoch, 20 August 2014 12:52

Mit dem Kanu von Ostpolen via Geesthacht nach Dortmund

Geesthacht (LOZ). Es gibt noch Abenteurer in unserer zivilisierten Welt. Dirk Seemann (35) aus Gelsenkirchen ist so einer. Diese Woche machte er, nach rund 1.000 Paddelkilometern, kurz Rast beim Kanu-Club Geesthacht, bevor er die letzten, knapp 500 Kilometer nach Dortmund in Angriff nahm.

Am 29.Mai begann seine Tour in Ostpolen, nahe der Grenze zu Weißrussland auf dem Fluss Suwalki, weiter ging es über den Wigry-See im Wigry-Nationalpark. Über mehrere weitere Flüsse und Kanäle gelangte er in die Weichsel, die sich teilweise bis auf 2 bis 3 Kilometer breite ausdehnt. Auf so einer seeartigen Ausweitung der Weichsel hatte Seemann gegen einen heftigen Sturm zu kämpfen, den er und sein Boot zum Glück schadlos überstanden. Der weitere Weg führte ihn dann über Notec, Wartha und Oder und nach einem kurzen Überlandtransport schließlich in die Elbe und nach Geesthacht.

Vor seiner Tour hatte er keinerlei Paddelerfahrung. Die hat er sich in einem rund 6-wöchigen Intensivtraining vor Fahrtbeginn angeeignet.

Er berichtet begeistert von der größtenteils noch unberührten Natur und seinen Begegnungen mit der der Tierwelt, auch Elche waren dabei, die er mit seiner professionellen Fotoausrüstung festhalten konnte. Zahllose Schleusen, teils über 100 Jahre alt, ersparten ihm das Umtragen seines randvoll gepackten und entsprechend schweren Bootes. Wasserwanderer treffen laut Seemann in Polen auf ideale Bedingungen und große Gastfreundschaft. Wildes Campen ist zwar nicht erlaubt, aber in relativ kurzen Abständen gibt es spezielle Biwakplätze, oft mit einer Schutzhütte. Natürlich wurde selbst gekocht. Die Lebensmittel wurden überwiegend preisgünstig auf Wochenmärkten gekauft, die es fast in jedem, auch kleineren Ort gibt. Die Preise in Supermärkten entsprechen den deutschen Preisen.

Was macht der moderne Abenteurer, wenn er in der Wildnis sein technisches Equipment wie Smartphone, Tablet oder Kamera mit Strom versorgen muss? Dirk Seemann hat ein Solarmodul auf dem Bootsheck, mit dem er über einen Speicher und Wandler sogar Strom mit 230 Volt Spannung erzeugen kann. Neben der Technik hat er alles dabei, was der Mensch zum Überleben so braucht

Das letzte Stück der Reise geht über den Elbe-Seiten-, den Mittelland- und den Dortmund-Ems-Kanal nach Dortmund.
Und dann geht es ans Auswerten der zahllosen Reisefotos, die dann eventuell in einem Reisebericht veröffentlicht werden sollen.

Wer mehr über den Kanusport wissen möchte, trifft die Geesthachter Kanuten jeden Donnerstag zwanglos ab 19Uhr im Bootshaus (Elbuferstr. 39) zum Klönen und Planen von Wochenendaktivitäten.

Wer einmal „schnupperpaddeln“ möchte, kann das immer mittwochs ab 18 Uhr beim After Work Paddeln. Telefonische Voranmeldung und frühzeitiges Erscheinen (20 min. vor Beginn) empfiehlt sich. Die KCG-Jugendgruppe bietet donnerstags ab 16.45 Uhr ihr After School Paddeln an, die Kindergruppe trifft sich montags um 17 Uhr. Gäste sind immer willkommen.

Telefonische Informationen gibt es beim 1.Vorsitzenden Heinz Torkewitz (04152 / 79 561), beim Wandersportwart Enrico Philipp(04152 / 91 61 026) und bei Jugendwartin Wiebke Ubechel (04152 / 92 49 035). Im Internet findet man viele interessante Informationen zum KCG unter www.kanu-club-geesthacht.de

Letzte Änderung am Mittwoch, 20 August 2014 13:04
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