Samstag, 06 Oktober 2012 17:57

Projekt „Frauennachttaxi“ bekommt mehr Geld und „Seniorenreisen“ fallen dem Rotstift zum Opfer

Sozialausschuss

Fotos: axel duerheimer / pixelio.de (links), Rainer Sturm / pixelio.de (rechts)

 

Geesthacht (tba). Der Sozialausschuss fasste kürzlich zwei Beschlüsse, die die einen freuen wird und die anderen enttäuschen dürfte.

Das Frauennachttaxi ist seit 1993 ein Angebot der Stadt Geesthacht für Mädchen und Frauen zur Sicherheit im öffentlichen Raum. Es startete als Modellversuch auf Anregung der damaligen Gleichstellungsbeauftragten Liselotte Lemke. Sämtliche Fraktionen der Ratsversammlung der Stadt Geesthacht unterstützen dieses Projekt seit dieser Zeit.

Für das Jahr 2012 gab es dann die ersten finanziellen Einschränkungen. Betrug der Zuschuss noch im Vorjahr 16.000 Euro, wurde dieser um 5.000 auf 11.000 Euro gekürzt.

Als Folge dieser Maßnahme sah sich die derzeitige Gleichstellungsbeauftragte Jutta Scharnberg-Sarbach gezwungen, die Fahrzeiten für diesen Service einzuschränken. Aber trotz dieser Entscheidung reichte das Geld nicht aus.

Nun entschied der Sozialausschuss eine Erhöhung der Bezuschussung um 3.000 Euro. Folglich könnten für das kommende Jahr insgesamt für das Frauennachttaxi-Projekt 14.000 Euro aus städtischen Mitteln zur Verfügung stehen.

Nicht ganz so erfreut dürften die Bürger ab dem 65 Lebensjahr sein, denn die beliebten „Seniorenreisen“ werden im nächsten Jahr seitens der Stadt nicht mehr angeboten.

Bereits für das Jahr 2012 war der Etat hierfür von 60.000 auf 30.000 Euro gekürzt worden, was zur Folge hatte, dass anstelle von zwei nur noch eine Reise stattfinden konnte und auf Grund der großen Nachfrage die Reiseplätze verlost werden mussten.

Nun soll damit aber endgültig Schluss sein, denn die Stadtkasse gibt dies nicht mehr her und diese Entscheidung wird sicherlich viele Senioren enttäuschen.

Auf der anderen Seite kann man die Mitglieder des Sozialausschusses bei dieser Entscheidung verstehen. Mitfahren konnte hier jeder Geesthachter Bürger ab dem 65 Lebensjahr, egal ob „arm oder reich“, ob ausgestattet mit einer guten Rente oder als Sozialhilfeempfänger. Das Los entschied halt über Teilnahme oder Nichtteilnahme. Und wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für eine 14-tägige Reise in den Teutoburger Wald lediglich ein Eigenanteil von circa 140 Euro zu entrichten war, kann sich jeder ausrechnen, dass dieses Projekt auf Dauer in Anbetracht leerer Kassen nicht mehr Aufrecht zu halten war und ist.

Das letzte Wort haben allerdings für beide Entscheidungen die Mitglieder der Ratsversammlung am 9. November.

Letzte Änderung am Samstag, 13 Oktober 2012 15:39
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