Freitag, 19 September 2014 10:31

Nachwuchswissenschaftler des Helmholtz-Zentrum Geesthacht ausgezeichnet

10.000 Euro für Forschung zum Wasserstofftank der Zukunft

 

Geesthacht (LOZ). Ein mit 10.000 Euro dotierter Preis der Wasserstoff-Gesellschaft Hamburg wurde Dr.-Ing. Julian Jepsen für seine Doktorarbeit am 15. September überreicht. Der Nachwuchswissenschaftler im Institut für Werkstoffforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) hat im Februar 2014 an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Hamburg promoviert. HZG und HSU kooperieren seit 2010 auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie.

Der Heinz und Joachim Gretz-Promotionspreis wurde erstmals anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Wasserstoff-Gesellschaft in der Handelskammer Hamburg vergeben. Die damit ausgezeichnete Arbeit von Julian Jepsen untersucht, inwieweit es zukünftig technisch und wirtschaftlich möglich ist, Wasserstoff in Leichtmetallen zu speichern.

Verglichen mit anderen Werkstoffen haben die dabei entstandenen Leichtmetallhydride eine höhere Speicherkapazität für Wasserstoff. Das von Jepsen untersuchte Speichermaterial besteht aus einer Mischung aus Lithium, Bor und Magnesium mit Wasserstoff. Der so gespeicherte Wasserstoff liefert verbunden mit einer Brennstoffzelle Strom.

Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Geesthacht Prof. Dr. Wolfgang Kaysser freut sich mit Julian Jepsen über die Auszeichnung: „Voraussetzung für eine Anwendung der Wasserstofftechnologie und Brennstoffzelle im Alltag ist, den Wasserstoff in kompakter und sicherer Form zu speichern. In seiner Doktorarbeit zeigt Julian Jepsen, dass diese Technologie zukunftsfähig ist.“

Die ausgezeichnete Doktorarbeit bildet die Grundlage für ein integriertes Wasserstoff-Tank – Brennstoffzellen-System auf Basis der von Jepsen untersuchten Materialien. Das System wird gemeinsam mit Partnern aus der Industrie und Forschung im vom HZG koordinierten EU-Projekt BOR4STORE entwickelt.

Es bildet den Laborprototypen eines netzunabhängigen Energieversorgungssystems, das für kontinuierlich arbeitende Stromversorgungen, zum Beispiel für die Telekommunikation oder für Inselversorgungen, genutzt werden könnte. Der Start der Testphase des integrierten Systems ist für Frühjahr 2015 geplant.

Das genaue Thema der mit „sehr gut” abgeschlossenen Dissertation lautet: „Technical and Economic Evaluation of Hydrogen Storage Systems based on Light Metal Hydrides“.

Letzte Änderung am Freitag, 19 September 2014 10:44
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