Donnerstag, 25 September 2014 16:30

Amt Hohe Elbgeest plant Unterkünfte für Asylbewerber

Dassendorf (LOZ). Bundesweit sind die Kommunen angesichts der zunehmenden Flüchtlingsströme aus den Krisengebieten in Nahost und Afrika vor große Herausforderungen bei deren menschenwürdiger Unterbringung gestellt. Im Amtsgebiet Hohe Elbgeest sind aktuell 55 Menschen untergebracht, drei weitere Personen in Absprache mit der Stadtverwaltung in einer hotelähnlichen Unterkunft in Schwarzenbek.

„Unser Soll liegt bei 100 Asylbewerbern. Die zehn Amtsgemeinden sind insgesamt aufgefordert, sich solidarisch an deren Unterbringung und Betreuung zu beteiligen“, erläuterte Amtsvorsteherin Martina Falkenberg in der Sitzung des Amtsausschusses am 23. September in Dassendorf. Weil die zentrale Erstaufnahme in Neumünster derzeit überlaufen ist, wird die Vorlaufzeit in den Kreisen und Ämtern für die Aufnahme von Asylbewerbern immer kürzer und schnelle Wohnlösungen sind dringend erforderlich. „Wir alle, Gemeinden und Bürger, haben eine Verantwortung, die Flüchtlinge würdig bei uns aufzunehmen und in unsere Gemeinschaften zu integrieren.“

Bisher liege die Hauptlast der Versorgung in Aumühle und Wohltorf, wo gemeindeeigene Wohnungen genutzt werden können, und in Escheburg, so Amtsvorsteherin Falkenberg weiter. In nichtöffentlicher Sitzung stimmte der Amtsausschuss dem am 24. Juli 2014 geschlossenen Kaufvertrag zum Erwerb des Grundstücks in Kröppelshagen-Fahrendorf, Friedrichsruher Straße, zu und stellte die dafür nötige Finanzierung sicher.

Außerdem wurde die Amtsvorsteherin ermächtigt, einen Architekten mit dem Entwurf eines Bauantrages zum Errichten von Schlichtwohnungen zu beauftragen. Die Eckpunkte dieses Auftrages beinhalten Unterbringungsmöglichkeiten von rund 40 Personen. Außerdem sollen die Gestaltungswünsche der Gemeinde Kröppelshagen-Fahrendorf abgefragt und - soweit möglich - beachtet werden. Der Verwaltungs- und der Finanzausschuss des Amtes wurden aufgefordert, dem Amtsausschuss spätestens zu seiner Dezember-Sitzung einen entscheidungsreifen Entwurf vorzulegen.

Der Amtsausschuss hat zusätzlich einen Prüfauftrag (technisch und betriebswirtschaftlich) für vorübergehende Unterbringungsmöglichkeiten in Dassendorf erteilt.

Trotz der beschlossenen Maßnahmen wird der Bedarf an Wohnraum für Flüchtlinge und Obdachlosen in den zehn Amtsgemeinden nicht zu decken sein. Der Amtsausschuss hatte die Amtsvorsteherin Martina Falkenberg vorsorglich bereits im April 2014 ermächtigt, hierfür Wohnmodule zu kaufen oder zu mieten. Die Verwaltung prüft derzeit mögliche Standorte in den Gemeinden.

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