Mittwoch, 01 Oktober 2014 07:59

„Verrücktes Blut“ als Spielzeitauftakt im kTS

Geesthacht (LOZ). Eine überforderte Deutschlehrerin greift in einer Problemklasse zu drastischen Mitteln, um ihren überwiegend ‚migrationshintergründigen’ Schülern Schillers ästhetische Ideale näher zu bringen. Sie zwingt die bildungsfernen Jugendlichen dazu, Schiller zu spielen, bis sie Parallelen zwischen ihrer eigenen Erlebniswelt und der Schillers sehen. Allmählich wird auch ihnen klar: In „Kabale und Liebe“ geht es um Ehrenmorde und in „Die Räuber“ um die Wut über die eigene Ausgrenzung.

Mit „Verrücktes Blut“ ist den Autoren Nurkan Erpulat und Jens Hillje ein Theaterknüller gelungen, ein Vexierspiel der Integrationsdebatten-Klischees, das im Kontrast zwischen Migranten-Slang und klassischer Schillersprache zu überraschend-befreienden Ergebnissen kommt.

Das Stück „Verrücktes Blut“ wurde von der Theaterzeitschrift Theaterheute zum Besten deutschsprachigen Stück des Jahres 2010 gewählt und in der Uraufführungs-Inszenierung von Nurkan Erpulat eingeladen zum renommierten Berliner Theatertreffen und mit dem Publikumspreis der Mülheimer Theatertage ausgezeichnet. Die Neuproduktion des EURO-STUDIO Landgraf ist am 5. Oktober um 20 Uhr im kleinen Theater Schillerstrasse zu Gast. In der Inszenierung von Tina Geißinger spielen Johanna Kollet, Taneshia Abt, Sarah-Hiruth Zewde, Marios Gavrilis, Jonathan Gyles, Daniele Veterale, Serkan Durmus und Florian Lüdtke.

Es gibt noch Restkarten im kTS, bei Zigarren Fries und im Internet unter www.kts-geesthacht.de

Letzte Änderung am Mittwoch, 01 Oktober 2014 08:28
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