Donnerstag, 02 Oktober 2014 08:31

CDU: SPD betreibt unsoziale und damit senioren- und familienfeindliche Wohnungsbaupolitik

Steffen: Will sich etwa der Bock zum Gärtner machen?

 

Geesthacht: „Will sich die Geesthachter SPD vom Bock zum Gärtner machen?“ fragt sich CDU-Fraktionsvorsitzender Karsten Steffen, nachdem er erfahren hat, dass die örtlichen Sozialdemokraten eine Sprechstunde zum sozialen Wohnungsbau und zu bezahlbaren Wohnraum für Senioren anbieten.

„Fakt ist doch, dass die SPD-Fraktion die Verantwortung für die problematische Wohnungssituation in Geesthacht hat, stellte Steffen fest, „mittel- und längerfristig werden uns in Geesthacht rund 1.200 Wohnungen fehlen.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende erinnerte an die der Stadt vorliegenden Gutachten des Pestel-Institutes aus dem Jahr 2004 und der aktuellen GEWOS-Studie zur zukünftigen Wohnraumsituation in Geesthacht. „Bereits vor zehn Jahren stellte einen Wohnungsneubaubedarf in unserer Stadt sowohl im Mietwohnungsbau einschließlich des betreuten Wohnens wie auch bei Eigenheimen bis 2015 von 1.500 Wohnungen fest. Ausdrücklich wurde darauf verwiesen, dass die im innerstädtischen verfügbaren Verdichtungsflächen für diesen Bedarf nicht ausreichend sind.“

Nach den Worten Steffens bestätigt die seit dem Frühjahr 2014 den politischen Gremien vorliegende Studie von GEWOS grundsätzlich die damaligen Aussagen des Pestel-Gutachtens. „Nach GEWOS benötigen wir in Geesthacht bis 2030 rund 1.200 Wohnungen. Davon entfallen im Mietwohnungsbereich 700 Wohnungen, im Eigenbereich 500 Wohnungen.“

Der aktuell einzige rechtskräftige Bebauungsplan in Besenhorst kann diesen Bedarf bei Weitem nicht decken und die geplante Bebauung im Westhafen richtet sich vorrangig nicht an Empfänger von Durchschnittseinkommen. Steffen erinnerte auch an die vielen Wohnungen, die in den letzten Jahren und kurzfristig zukünftig aus der Sozialbindung herausfallenden Wohnungen in Geesthacht. „In wenigen Jahren wird es in der gesamten Stadt keine Sozialwohnungen mehr geben, aber ausgerechnet die Sozialdemokraten verkennen diese für alle offensichtliche Entwicklung. Außerdem finden jungen Familien in Geesthacht keine bezahlbaren Grundstücke für ein Eigenheim.“

„Diese Entwicklung war bereits vor vielen Jahren absehbar. Deshalb wurden auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Ingo Fokken von CDU und FDP größere Baulandflächen im Bereich Finkenweg-Nord gekauft. Leider blockieren SPD, Grüne und Linke seit fast sechs Jahren, diese Flächen baureif zu machen.“

Nach Auffassung des CDU-Fraktionsvorsitzenden liegen die Vorteile einer kurzfristigen Bauleitplanung im Bereich Finkenweg-Nord für alle auf der Hand. „Durch ein großes Baugebiet hat die Stadt deutlichen Einfluss auf die Grundstückspreise in Geesthacht. Im Mietwohnungsbau können flankierend Kommunaldarlehn wie in den 90iger Jahren gewährt werden. Beides zusammen wirkt als kommunale Mietpreisbremse, wenn entsprechende Verträge mit Investoren abgeschlossen werden. Und auch für jungen Familien kann ein attraktives Angebot geschaffen werden. Und für die Stadt besteht die Möglichkeit, für Alt und Jung Wohnungsangebote zu schaffen, um auch mittelfristig eine zukunftsorientierte Altersstruktur in unserer Gemeinde zu erhalten.“

„Diese Möglichkeiten erkennt aber leider die örtliche SPD nicht. Sie betreibt lieber eine unsoziale und damit senioren- und familienfeindliche Wohnungsbaupolitik in dem sie besser Verdienende bevorzugt und die breite Masse der wohnungssuchenden Senioren und jungen Familien vernachlässigt. Ich hoffe, dieses hat die SPD Geesthacht auch in ihrer Sprechstunde deutlich gemacht“, so Steffen abschließend.

Letzte Änderung am Freitag, 03 Oktober 2014 10:05
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