Dienstag, 07 Oktober 2014 09:46

Die ASB-Jugend ist bei „Deckel gegen Polio“ dabei

Geesthacht (LOZ). „Wir sind dabei!“ Das sagte sich Guido Stebner, Jugendleiter der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ). „Als ich den Artikel in der Zeitung über die Sammelaktion „Deckel gegen Polio“ gelesen habe, war ich überrascht, wie einfach das geht.“ Die Kids der Jugendgruppe waren erst skeptisch, doch nun sind sie Feuer und Flamme. Jeder Getränkedeckel wird zu Hause eingepackt und mitgebracht. Das Schöne ist, jeder kann unterstützen, auch die, die sich finanzielle Spenden nicht leisten können. Und gerade in Haushalten mit Kindern fallen viele Deckel an, speziell die von Milch, so der Gedanke. „Da kriegen wir ja mindestens 20 Deckel die Woche zusammen“, rechnet Ole (12) voll Begeisterung vor. Dass mit Deckeln, also „Abfall“, auch noch Gutes getan werden kann, andere Kinder vor Lähmungen oder Schlimmerem gerettet werden können, das faszinierte die Kids. So war die Meinung von Luca (11), Emma (9) und Pauline (8) einstimmig: „Da machen wir mit!“.

Die Gruppenleiterin Korina Marowski wollte sofort im Bekannten- und Verwandtenkreis nachfragen. Die Kinder und Jugendliche der ASJ wollen bis Januar 2015 mindestens 4.000 Deckel sammeln.

Dies könnte durch Dennis Kissel vom Rotary Club Herzogtum Lauenburg-Mölln nun ganz einfach sein. Seine Idee: die Kunststoffverschlüsse von Tetrapacks und Getränkeflaschen in eigens dafür aufgestellten Behältern an ausgewählten Plätzen zu sammeln. Die Deckel zu recyceln und mit dem Erlös aus dem Recycling sollen die Kosten von Impfungen gegen Polio ermöglichen (www.deckel-gegen-polio.de).

Und das kann jeder. Das meinen die Kids der ASJ, die sich jeden Mittwoch beim Arbeiter-Samariter-Bund zur Gruppenstunde treffen. Hier wird gespielt und gebastelt, Freunde getroffen und spielerisch die Erste Hilfe kennen gelernt – und nun auch Getränkeverschlüsse gesammelt.

Polio ist die Kurzbezeichnung für Poliomyelitis, hier zu Lande eher bekannt als Kinderlähmung. Es ist eine ansteckende Viruserkrankung mit gravierenden Folgen, so steht es auf der Homepage der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), nur von Mensch zu Mensch übertragbar. Bei jedem 100. bis 1.000. Infiziertem können bleibende Schäden zurückbleiben, wie Lähmungen der Arm- und Beinmuskulatur, aber auch die Sprech-, Schluck und Atemmuskulatur können betroffen sein. Durch die Lähmungen können Muskelschwund und Gelenkzerstörungen die Folge sein. Von der Krankheit sind häufig Kinder betroffen, doch auch Erwachsene können befallen werden. Daher empfiehlt die BZgA auch allen Erwachsenen eine Impfung.

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