Diese Seite drucken
Mittwoch, 08 Oktober 2014 09:16

Zerrung, Prellung und Co.: Optimal vorbeugen und behandeln

AOK empfiehlt PECH-Regel bei Sportverletzungen

 

Geesthacht (LOZ). Sport ist Balsam für Körper und Seele. Doch wer nicht ausreichend vorbereitet ist, riskiert Verletzungen: Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen - manchmal reicht ein falscher Schritt oder ein kleiner Zusammenprall aus. Besonders gefährdet sind untrainierte Sportler oder solche, die sich überfordern. Neben einer guten Vorbeugung, ist es wichtig, im Fall des Falles schnell zu handeln. „Die richtige Erste Hilfe entscheidet mit, wie gut und schnell Sportverletzungen wieder ausheilen können", sagt AOK-Sportfachkraft Annemarie Gehrt.

Dabei sollten Sportverletzte die leicht zu merkende PECH-Regel beherzigen: P wie Pause: Sofort aufhören, auch wenn man mitten in der Bewegung ist. E wie Eis: Die verletzte Stelle kühlen, um einer Schwellung des verletzten Gewebes entgegenzuwirken. Dabei Eis und Kältepackungen niemals direkt auf die nackte Haut legen, sondern mit einem Tuch umwickeln. C wie Compression: Einen elastischen Druckverband anlegen. H wie Hochlagern: Das betroffene Körperteil über Herzhöhe lagern. Das hilft, die Schwellung möglichst gering zu halten. Neben verletzten Muskeln und Gelenken ziehen sich Sportler auch schnell Abschürfungen, Risse und Platzwunden zu. Damit sich die Wunden nicht entzünden, sollten sie sofort desinfiziert, dann mit einem sterilen Wundverband abgedeckt werden. „Sind die Schmerzen aber stark oder lang anhaltend, ist die Schwellung erheblich, die Blutung kaum zu stillen oder besteht der Verdacht auf eine Knochenverletzung, sollte ein Arzt zurate gezogen werden“, empfiehlt Gehrt.

Jeder Sportler kann aber auch selbst etwas dafür tun, um sein Verletzungsrisiko zu senken. „Besonders Neu- und Wiedereinsteiger sollten sich nicht überfordern“, so Gehrt. Sie sollten das Training langsam angehen und sich regelmäßig Pausen gönnen. Auch das Aufwärmen ist wichtig, um den Körper auf Betriebstemperatur zu bringen und auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Sicherheit bietet auch die richtige Ausstattung: Läufer benötigen passendes Schuhwerk, Radfahrer einen guten Helm und Inline-Skater eine Schutzausrüstung, um Verletzungen vorzubeugen. Eine vollwertige Ernährung bietet ebenfalls eine wichtige Basis für das Training. Auch nach dem Training ist es sinnvoll einen so genannten Cooldown zu machen, also zum Beispiel langsam auszulaufen. Der Grund: Wer seinen Kreislauf langsam runterfährt, beschleunigt die Regeneration.