Donnerstag, 30 Oktober 2014 16:52

Verwaltung sind keine Mobbing-Fälle im Geesthachter Rathaus bekannt

Geesthacht (wre). Es gibt nur sehr wenig verlässliches Material über das Thema Mobbing. Die letzte große Studie ist bereits aus dem Jahr 2002, die Zahlen dürften sich inzwischen geändert haben. Damals ging man davon aus, dass es in Deutschland rund eine Millionen Erwerbstätige gibt, die von Mobbing betroffen sind. Dies würde Kosten in Höhe von 11,2 Milliarden Euro verursachen. Die Grenze, ab wann ein Konflikt zu Mobbing wird, ist allerdings nicht klar abgezeichnet. Während sich einige Mitarbeiter schon gemobbt fühlen, empfinden andere Mitarbeiter dies als normales alltägliches Miteinander.

Mobbing bedeutet, dass jemand am Arbeitsplatz systematisch und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert, benachteiligt und ausgegrenzt wird, so die Studie. „Uns sind keine echten Fälle bekannt, wo es sich um Mobbing handelt“, sagt dazu Geesthachts Pressesprecher Torben Heuer. Bei der Stadt Geesthacht sind im Rathaus und den Außenstellen 514 Mitarbeiter angestellt. In einem Interview hatte der Bürgermeisterkandidat Volker Samuelsson gesagt, es würden von Mitarbeitern Mobbingtagebücher geführt werden (wir berichteten), er wolle sich auch daher besonders um dieses Thema kümmern. „Von diesem Tagebüchern haben wir noch nichts gehört“, sagt dazu Heuer. Da Mitarbeiter sich aber teilweise keine Hilfe holen, könnten diese Bücher auch im Stillen geschrieben werden.

„Es gibt natürlich auch bei uns mal Ärger oder Konflikte“, sagt Heuer, aber diese seien noch nicht als Mobbing anzusehen. „Mobbing ist aber extrem ernst zu nehmen“, ergänzt Heuer. Die Folgen von Mobbing können neben Arbeitsverlust auch zu Krankheiten bis hin zum Suizid führen. „Unsere Führungskräfte haben Seminare besucht, um Konflikte zu erkennen, und eingreifen zu können“, sagt Torben Heuer. Auftretende Konflikte würden dann individuell gelöst.

Letzte Änderung am Donnerstag, 30 Oktober 2014 17:09
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