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Mittwoch, 26 November 2014 16:42

Karsten Steffen will als Bürgermeister gestalten und nicht verwalten

Geesthacht (wre). Mit zwei Stimmenthaltungen und ohne Gegenstimme wurde gestern Abend Karsten Steffen von der CDU als Bürgermeisterkandidat auf der Mitgliederversammlung gewählt. Steffen hat zwar bereits 25 Jahre Berufserfahrung in der Verwaltung, er arbeitet in der Kreisverwaltung in Ratzeburg, aber als Bürgermeister will er lieber gestalten, und nicht nur verwalten. Im Gespräch mit der Lauenburger Online-Zeitung erklärte Steffen, warum er sich aufstellen ließ, und was seine ersten Pläne sind.

„Ich bin Geesthachter, und hier aufgewachsen, da lag die Kandidatur für mich nahe“, so Steffen. Durch seine 30 Jahre Erfahrung in der Politik wisse er, was in Geesthacht gut läuft, und wo der Schuh drückt. Steffen kennt damit sowohl die Verwaltungs- als auch politische Seite einer Stadt. Er möchte aber ein aktiver Bürgermeister sein, der selber Vorschläge einbringt, und die Stadt aktiv mitgestaltet. „Die Stadt hat Potenzial, und ist sehr attraktiv an der Elbe gelegen“, sagt Steffen, und ergänzt, dass Geesthacht der attraktivste Wirtschaftsstandort im Kreis ist. Und dies gelte es auszubauen. Durch neue Gewerbeflächen, und ein Flächenmanagement. Dort könnte sich Steffen eine Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Kreis (WFL) vorstellen.

„Es muss aber auch die Infrastruktur stimmen“, ergänzt Karsten Steffen. Dazu würden nicht nur die Straßen gehören, auch das Internet sei besonders wichtig. Steffen würde daher den Ausbau der Glasfaserversorgung als auch des freien WLAN-Netzes in Geesthacht vorantreiben.

Ein weiteres Thema wäre die Wohnraumversorgung. Ein reines Einfamilienhausgebiet kommt für Steffen aber nicht in Frage. Alle Generationen sollen ihren Platz finden. „Eine Verdichtung reicht aber nicht mehr aus, es müssen auch neue Flächen angefasst werden“, sagt Steffen, und hat dabei das Gebiet Finkenweg-Nord im Auge. Viele Punkte sind bereits auf den Weg gebracht, Steffen sieht daher vor allen auch die Aufgabe des Bürgermeisters darin, für den Erhalt der Einrichtungen zu kämpfen. Dazu gehört auch das KTS. „Theater kosten immer Geld“, so Steffen, aber es müsse trotzdem bestehen bleiben.

Die größten Herausforderungen für die Zukunft sieht Steffen bei der Haushaltslage, und dem demografischen Wandel. „Geesthacht darf nicht überaltern“, fordert Steffen. Es müsse daher ausreichend Platz für Familien und junge Menschen, aber auch für Gewerbe, das als Arbeitgeber gebraucht werde, vorhanden sein.

Eine Facebook-Seite hat Steffen bereits. Es wird noch eine eigene Homepage folgen. An Diskussionen über Facebook will Steffen aber nicht beteiligen. „Ich diskutiere lieber von Angesicht zu Angesicht“, erklärt Steffen. Und wer Fragen hat, darf ihn auch jederzeit ansprechen. „Ich stehe auch im Telefonbuch, und werde zurückrufen, wenn dies gewünscht ist“, verspricht Steffen.

Ein Programm zur Bürgermeisterwahl soll aber noch ausgearbeitet werden. Noch gibt es keine Einigung darüber wann die Wahl stattfinden wird. Die CDU geht noch von Juni 2015 aus, die Vorlage des Gemeindewahlausschusses schlägt den 8. November vor. Für eine Stichwahl ist der 22. November vermerkt. Neben Karsten Steffen hat sich bisher nur der freie Kandidat Volker Samuelsson gemeldet. Die SPD will ebenfalls einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken, wer dies sein wird, steht aber noch nicht fest. Die Grünen wollen in den nächsten Wochen darüber entscheiden, ob sie einen Kandidaten aufstellen wollen. Weitere Meldungen von Parteien oder auch freien Kandidaten gibt es bisher nicht.

Letzte Änderung am Mittwoch, 26 November 2014 19:54