Freitag, 19 Dezember 2014 11:58

Amt Hohe Elbgeest: Amtsausschuss genehmigt Haushalt 2015 mit einem Volumen von 12,2 Millionen Euro

Dassendorf (LOZ). Im Mittelpunkt der vierten und letzten Sitzung des Amtsausschusses im Jahr 2014 stand die Verpflichtung des Amts Hohe Elbgeest, in den zehn Amtsgemeinden aktuell 100 Asylbewerber unterzubringen. In 2015 stellt der Kreis eine Verdoppelung der Zuweisungen in Aussicht angesichts der weiter anhaltenden Krisen im Mittelmeerbereich und in der Ukraine. In mehreren Gemeinden haben sich bereits Helferkreise gebildet, die den Zuwanderern bei Behörden- und Arztbesuchen ebenso zu Seite stehen wie ehrenamtlich Sprachunterricht erteilen oder Spenden organisieren.

„Aktuell sind 64 Asylbewerber im Amtsgebiet untergebracht“, berichtete Amtsvorsteherin Martina Falkenberg. 26 Personen wohnen in Aumühle, 18 Personen in Dassendorf, neun in Wohltorf, drei Asylbewerber in Escheburg und acht Personen in Schwarzenbek. In fünf Amtsgemeinden (Börnsen, Escheburg, Hohenhorn, Hamwarde und Wiershop) bestehen Optionen für mobile Wohnanlagen, die in den kommenden Monaten überplant werden.

Niederschlag finden die Wohnraumplanungen im Vermögenshaushalt des Amts Hohe Elbgeest, der mit 6,98 Millionen Euro das größte Volumen seit Bestehen des Amtes ausweist. Der Verwaltungshaushalt der laufenden Einnahmen und Ausgaben umfasst ein Volumen von 5,21 Millionen Euro. „Wir sind bei den Planungen davon ausgegangen, dass wir 200 Plätze bis Ende 2015 schaffen müssen“, erläuterte Amtskämmerer Ingo Jäger den Haushalt 2015. Das Konzept umfasst die geplante Wohnanlage für 40 Personen in Kröppelshagen-Fahrendorf ebenso wie ein Wohnhaus in Escheburg und die Fortführung der bestehenden Mietverhältnisse. Weitere 50 Plätze sind in Containern oder Mobilheimen geplant mit einer maximalen Nutzungsdauer von zehn Jahren. Im Haushalt 2015 sind dafür 500.000 Euro für Mobilheime an drei Standorten eingeplant. Für weitere 40 Personen ist die Unterbringung in festen Gebäuden vorgesehen.

Neben der Unterbringung werden im Amt neue Stellen für die Betreuung der Asylbewerber und der ehrenamtlichen Helferkreise geschaffen. Eine Dreiviertel-Stelle entsteht im Sozialamt für die Leistungsgewährung. Außerdem soll ein Sozialpädagoge oder eine Sozialpädagogin die soziale Betreuung der Asylbewerber übernehmen, ob als Mitarbeiter des Amtes oder der freien Wohlfahrtpflege muss noch entschieden werden. Für die zunehmende Anzahl von amtseigenen Liegenschaften ist ein Hausmeiserservice im Amtshaushalt eingeplant.

„Die Amtsumlage steigt in 2015 von 18 auf 21 Prozent. Das ist nicht allein auf die Flüchtlingsaufgabe zurück zu führen, aber zu einem großen Teil. Auch der geänderte Finanzausgleich und die sich ändernde Steuerkraft in den 10 Gemeinden wirken sich aus.“, erläuterte Kämmerer Jäger weiter. Im Stellenplan mit 62,66 Stellen ist künftig auch ein geringfügig entlohnter Mitarbeiter eingeplant, der in den Amtsgemeinden den ruhenden Verkehr überwachen soll. Vor allem Rettungsdienst und Feuerwehr weisen immer wieder auf Behinderungen bei Notfalleinsätzen hin, die künftig vom Ordnungsamt vorbeugend unterbunden werden sollen.

Mit großer Mehrheit stimmten die Ausschussmitglieder aus den zehn Amtsgemeinden dem Amtshaushalt 2015 und dem Stellenplan zu.

Amt Hohe Elbgeest entlastet Gemeinden

Bei der Kostenübernahme für Kita- oder Schulbesuch von Flüchtlingskindern wird das Amt Hohe Elbgeest die zehn Gemeinden nicht alleine lassen, betonte Amtsvorstehern Martina Falkenberg. Darum wird das Amt ab 1. Januar 2015 die Gemeindeanteile übernehmen, sofern nicht andere Ansprüche, wie z.B. aus dem Bildungs- und Teilhabepaket bestehen.

Mitarbeiterzufriedenheit soll steigen

In 2015 wird eine Mitarbeiterbefragung im Amt Hohe Elbgeest durch ein unabhängiges Beraterunternehmen durchgeführt, das auch anschließende Veränderungsprozesse begleiten wird. „Dadurch sollen Effizienz, Transparenz und die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert und hoffentlich der Krankenstand gesenkt werden“, betonte Amtsvorsteherin Martina Falkenberg. 2015 stehen 20.000 Euro, in 2016 weitere 30.000 Euro für diese Maßnahme zur Verfügung.

Leerstehendes Gebäude gemeinsam nutzen

Nichtöffentlich beauftragte der Amtsausschuss die Amtsvorsteherin Martina Falkenberg, Verhandlungen mit der Gemeinde Dassendorf über die gemeinsame Nutzung eines Gebäudes in Dassendorf aufzunehmen. Hier ist bereits das Amtsarchiv untergebracht, weitere Flächen werden benötigt.

Letzte Änderung am Freitag, 19 Dezember 2014 12:03
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