Freitag, 19 Dezember 2014 19:41

Geesthachter Verwaltung lässt noch einmal das Jahr 2014 Revue passieren

Auch ein Ausblick auf 2015 wird gewagt

 

Geesthacht (wre). Auch in diesem Jahr stellten Bürgermeister Dr. Volker Manow und Bürgervorsteher Samuel Bauer einige Stichpunkte aus dem fast vergangenen Jahr vor, die für die Verwaltung von besonderer Bedeutung waren, und gaben auch schon einen Ausblick auf 2015. Für die Verwaltung geht ein arbeitsreiches Jahr zu Ende, und gemeinsam mit der Politik mussten viele Entscheidungen getroffen werden.

„Mit der Eröffnung der Kindertagesstätte Montessori und der Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte Neuer Krug wurde das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren von 200 auf 245 Betreuungsplätze erweitert“, sagt Manow. Doch dies würde nicht ausreichen, denn der Bedarf steigt noch weiter. „Wir haben in den letzten Jahren schon einen Anstieg der Betriebskosten von 1,5 auf 3 Millionen Euro im Jahr gehabt“, erklärt Manow. „Alle Kommunen werden am Stock gehen, wenn sich die Finanzierung nicht ändert. Die Kommunen werden allein gelassen“, ergänzt Bauer. Schon bald könnten die Kosten auf über 5 Millionen Euro ansteigen.

Einen starken Anstieg gibt es auch bei den Asylbewerberzahlen, die sich in 2014 verdreifacht haben. Wie viele Bewerber im nächsten Jahr nach Geesthacht kommen werden, sei noch nicht abzuschätzen. Seit dem Dezember steht auch die neue Unterkunft für bis zu 20 Personen am Höchelsberg 2a zur Verfügung. Derzeit sind dort 9 Bewohner untergebracht. „Wir haben jetzt ein Netzwerk von 50 bis 70 Personen, die helfen wollen“, freut sich Bauer über die Hilfsbereitschaft der Geesthachter. Dabei danken Manow und Bauer auch den Bürgern für ihr Verständnis.

Die Zukunft des Seniorenzentrums am Katzberg bleibt ungewiss. Es gibt zwar einen Investor, doch die Bedingungen scheinen für die Stadt nicht annehmbar zu sein. Daher wird weiter die Möglichkeit favorisiert, den Betrieb in eine gemeinnützige GmbH umzuwandeln. Dies würde vor allem bei den Personalkosten große Einsparungen bringen, da nicht mehr nach den Tarifen des öffentlichen Dienstes eingestellt werden müsse. „Mit einer neuen Tarifstruktur und einer Belegung von 95 bis 98 Prozent könnten wir die schwarze Null erreichen“, errechnet Samuel Bauer. Derzeit liegt die Belegung bei rund 80 Prozent. Es muss aber auch noch einmal Geld in die Hand genommen werden, um mehr Einzelzimmer zu schaffen, und um auch energetische Maßnahmen durchführen zu können.

In der Stadt wurden auch einige Bauprojekte durchgeführt, oder angeschoben. Eines der größeren Projekte ist die Umgestaltung der Fußgängerzone, die im nächsten Jahr fertiggestellt werden soll. Auch die Umstellung auf LED-Beleuchtung wurde umgesetzt. Etwa 2.000 Lampen wurden auf LED-Technik umgestellt, dafür wurden 955.000 Euro ausgegeben, wovon 175.000 Euro gefördert wurden. Einige Bebauungspläne wie „Elbterrassen“, Besenhorst-Ost oder der Einzelhandel Grünhof wurden auf den Weg gebracht. Die Pläne für die Schaffung eines zentralen Parkplatzes im Innenstadtbereich, der Gartencity oder der Hafencity sind in Arbeit.

Die Volkshochschule ist im Oktober in das ehemalige Hauptschulgebäude am Buntenskamp gezogen. Dazu waren Renovierungsarbeiten in Höhe von 320.000 Euro nötig.

Sehr aktiv war auch die Verschwisterungsarbeit. 11 Veranstaltungen wurden durchgeführt oder besucht. Ein Highlight war dabei das EU-Jugendprojekt in Geesthacht, an dem 17 Jugendliche aus Kuldiga, 9 Jugendliche aus Plaisir und 2 Personen aus Hoogezand-Sappemeer teilgenommen haben. „Toll war auch der Velotag in Kuldiga“, sagt Bauer. 15 Geesthachter haben daran teilgenommen. Vor allem die Mischung aus Stadtvertretern und Bürgern kam sehr gut an. Für das kommende Jahr stehen bereits drei Veranstaltungen fest.

Die Stadtbücherei hat bei der Ausleihe einen Zuwachs von drei Prozent verzeichnen können. Die Zahl der aktiven Nutzer ist um ein Prozent gestiegen. Vor allem die digitalen Medien sind gefragt. Bei der „Onleihe zwischen den Meeren“ haben sich die Ausleihzahlen verdreifacht, und liegen nun bei knapp 10.000. Auch gibt es in der Bücherei nun einen freien WLAN-Zugang, wo Besucher kostenlos in das Internet gehen können. Weitere Highlights waren die Vorleseprogramme für Kinder und Erwachsene, der FerienLeseClub und auch die 10 Ausstellungen in der Treppenhausgalerie. Die Lesung mit Tine Wittler, die aus ihrem Buch vorlas, besuchten rund 100 Gäste.

Gut besucht war auch das 4. Geesthachter Elbfest vom 5. bis 7. September. In Vorbereitung sind bereits die Feierlichkeiten zum 8oo-jährigen Jubiläum von Geesthacht. Rund 35 Ideen wurden von Bürgern bis zum Einsendeschluss am 28. November eingereicht. Eine Jury hat diese bereits bewertet, und über die finanzielle Förderung entschieden. Im Januar sollen die Projekte vorgestellt werden. Noch können aber weiter Vorschläge eingereicht werden, die die Bürger verwirklichen wollen.

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