Freitag, 09 Januar 2015 17:53

Stadtwerke Geesthacht senken Strompreis, und heben Gebühren für Wasser an

Geesthacht (LOZ). Es gibt gute, und weniger gute Nachrichten für die Kunden der Stadtwerke Geesthacht. Während der Strompreis gesenkt wird, müssen Kunden beim Wasser tiefer in die Tasche greifen. Die Gaspreise bleiben dagegen stabil, und verändern sich nicht. „Ein Großteil des Strompreises entsteht durch die staatlichen Umlagen. Umso erfreulicher ist es, dass trotz des Rekordniveaus dieser Belastungen der Strompreis für Haushaltskunden ab dem 1. April gesenkt werden kann. Es ist uns möglich, die mit der Energiewende verbundenen, preissteigernden Effekte mehr als auszugleichen. Wir können die weiteren Entwicklungen im Bereich der staatlichen Steuern, Abgaben und Umlagen sowie der Netzentgelte als wesentliche Bestandteile der Stromrechnung nicht beeinflussen", erläuterte Markus Prang, Geschäftsführer der Stadtwerke Geesthacht GmbH.

„Aber dadurch, dass wir beim Einkauf von Strom verschiedene Strategien verfolgen, können wir die Einkaufskosten im Sinne der Kunden so niedrig wie möglich halten. Auch die, in unserem Unternehmen durchgeführten, Effizienzmaßnahmen haben auf unserer Seite glücklicherweise zu sinkenden Kosten geführt. Das geben wir gern an unsere Kunden weiter", so Prang weiter.

Konkret in Zahlen bedeutet dies beispielweise für den Tarif der Grundversorgung, dass der Preis für die Kilowattstunde um mehr als einen halben Cent sinkt. Effektiv wird die Kilowattstunde Strom in diesem Tarif um 0,71 Cent kWh (brutto) sinken. Eine 4-köpfige Familie spart so circa 25 Euro im Jahr.

Über Preisstabilität können sich die Gaskunden freuen. „Das ist eine tolle Leistung, den Preis auch in diesem Jahr stabil halten zu können. Das ist das vierte Jahr in Folge, in dem wir keine Preisanpassung vornehmen müssen. Dieses ist ebenfalls im Wesentlichen auf Vorteile bei der Beschaffung zurückzuführen, die zwar durch steigende Kosten im Netzbereich wieder aufgezehrt werden, was in diesem Fall erfreulicherweise nicht zu Steigerungen des Preises führt,“ erläutert Dirk Pieper, als Vertriebsleiter verantwortlich für den Energieeinkauf.

Die große Herausforderung bei der Preisgestaltung ist die Sparte Wasser: Aufgrund der geschichtlichen Entwicklung wird Geesthacht von zwei Wasserwerken versorgt, deren Standorte heute als äußerst ungünstig eingestuft werden. Rund 1,7 Millionen Kubikmeter Wasser fließen jährlich durch die Rohre. Durch die Verteilungswege und Höhenunterschiede werden die Faserzementrohre hoch belastet. Das wiederum erfordert hohe Investitionen im Wassernetz. Jährlich werden rund 1,5 Millionen Euro in das Netz investiert. So stehen in diesem Jahr etwa Arbeiten am Netz am Silberberg, Borgfelder Stieg oder dem Marksweg an. Auch die Rathausstraße ist im Gespräch. „Erst in der Zukunft werden wir die Möglichkeit haben, das zu ändern. Mit der Preisanpassung arbeiten wir nur kostendeckend. Geld verdienen wir mit der Wasserversorgung auch nach der Preisanpassung nicht“, so Geschäftsführer Markus Prang.

Die Geesthachter Wasserkunden müssen sich zum 1. April auf eine Steigerung des Arbeitspreises von derzeit 1,61 Euro (brutto) auf 1,75 Euro (brutto) einstellen. Der Grundpreis wird von 67,92 Euro auf 85 Euroangepasst. Für eine 4-köpfige Durchschnittsfamilie bedeutet das eine Mehrbelastung im Jahr von rund 40 Euro. Zuletzt konnten die Stadtwerke den Wasserpreis 5 Jahre stabil halten. „Doch bei einem so elementaren Gut wie unserem Wasser können und dürfen keine Kompromisse gemacht werden. Qualität und Versorgungssicherheit haben hier die absolute Priorität - das hat eben auch seinen Preis“, schließt Prang ab, und betont, dass das Wasser schon fast Heilbrunnenqualität hat.

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