Donnerstag, 12 Februar 2015 11:36

Escheburger Parteien rufen zu Solidarität mit Flüchtlingen auf

Matthias Sprenger, SPD, Isabel Detje und Rainer Köker, Bündnis 90/ Die Grünen, Erich Fuhrt, EWG und Hans-Jürgen Pfeiffer, CDU, rufen zu Solidarität mit Asylbewerbern in Escheburg auf.  Matthias Sprenger, SPD, Isabel Detje und Rainer Köker, Bündnis 90/ Die Grünen, Erich Fuhrt, EWG und Hans-Jürgen Pfeiffer, CDU, rufen zu Solidarität mit Asylbewerbern in Escheburg auf. Foto: Susanne Nowacki

Einladung zur Informationsveranstaltung „Asyl in Escheburg“

 

Escheburg (LOZ). Über alle Parteigrenzen hinweg ist das Entsetzen und die Bestürzung groß bei SPD, CDU, Bündnis 90/ Die Grünen und der Escheburger Wählergemeinschaft EWG. „Wir verurteilen den Brandanschlag am Mittag des 9. Februar gegen eine Asylbewerberunterkunft mitten in unserem Dorf“, betonen deren Vorsitzenden und Sprecher. Das Doppelhaus im Eigentum des Amts Hohe Elbgeest soll zwölf Menschen, die vor Gewalt und Terror in ihren Heimatländern auf der Flucht sind, Obdach und Schutz bieten.

Nicht nur der abscheuliche Brandanschlag gegen ein Wohnhaus mitten in einem engbewohnten Wohngebiet löst bei den Parteien Fassungslosigkeit aus: „Wir sind bestürzt, dass einige unserer Mitbürger bereits im Vorwege Flüchtlinge stigmatisieren und in eine Ecke mit Schwerverbrechern stellen. Wir wollen Menschen in Not helfen, in unserem Dorf willkommen heißen und nicht schon im Vorwege verurteilen.“

Der starke Zustrom von Flüchtlingen aus den Krisengebieten wie Syrien, Irak oder Eritrea stellt viele Gemeinden vor große Herausforderungen, die nur gemeinschaftlich bewältigt werden können. „In Escheburg hat sich ein Helferkreis von zwanzig Personen zusammen mit Pastorin Rüder in den vergangenen Wochen darauf vorbereitet, die Asylbewerber zu betreuen und ihnen den Alltag in ihrer neuen Umgebung nahe zu bringen.“

In den Veröffentlichungen der Parteien, der Gemeinde und des Amts wurde bereits im vergangenen Jahr über die zu erwartende Flüchtlingsunterbringung von bis zu 40 Personen in Escheburg informiert, so beispielsweise auch auf der Einwohnerversammlung am 4. Dezember 2014. „Wir erhoffen uns in Zukunft aber auch, einen genügend großen zeitlichen Vorlauf zur Vorbereitung der Unterbringung und vor allem zur Information der Escheburger Bürgerinnen und Bürgern zu erhalten. „

„Wir rufen alle Escheburger auf, unsere neuen Nachbarn willkommen zu heißen und ihnen offen zu begegnen“, betonen Erich Fuhrt, EWG, Hans-Jürgen Pfeiffer, CDU, Matthias Sprenger, SPD, Isabel Detje und Rainer Köker, Bündnis 90/ Die Grünen. „Menschen in Not sollen sich in unserer Mitte sicher fühlen können.“

Am 23. Februar um 19.30 Uhr wird im Gemeindezentrum eine Informationsveranstaltung „Asyl in Escheburg“ stattfinden, um zu informieren, aber auch die die Ängste einiger Bürger zu nehmen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Februar 2015 18:39
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