Mittwoch, 04 März 2015 14:51

Sicherheitskräfte des AKW Krümmel wollen streiken

Sicherheitskräfte des AKW Krümmel wollen streiken Foto: W. Reichenbächer

ver.di Nord hat Arbeitskampfmaßnahmen für Arbeitnehmer in kerntechnischen Anlagen für Sicherheitsdienstleistungen beschlossen

 

Geesthacht (LOZ). Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, sind im Wach- und Sicherheitsgewerbe Schleswig-Holstein die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag in kerntechnischen Anlagen gescheitert. Die Tarifkommission hat nunmehr beschlossen, Arbeitskampfmaßnahmen einzuleiten.

Vornehmlich werden die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel, beide betrieben durch die Firma Vattenfall, betroffen sein. Der Arbeitskampf wird Vattenfall nur indirekt betreffen. Mit der Bewachung beauftragt ist das Unternehmen Tornquist.

„Das Unternehmen versteckt sich hinter einem Vertrag mit 5 Jahren Laufzeit mit Vattenfall, der nach Unternehmensangaben kaum Spielraum für vernünftige Einkommenserhöhungen zulassen soll“, so Dieter Altmann, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di.

„Das werden wir nicht hinnehmen. Wir sehen darin einen Versuch, die Tarifverhandlungen mit schlechten Verträgen, zu Lasten Dritter, zu unterlaufen. Verhandelt wird in freien Verhandlungen. Wenn das Unternehmen schlechte Verträge hat, kann das nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen. Innerhalb der Belegschaft ist bereits von einem Lohndiktat die Rede. Darüber hinaus zeigt ein Blick zu Kernkraftwerk Brokdorf, dass es auch anders geht. Hier erhalten die Beschäftigten einen um einen Euro höheren Tariflohn sowie bessere Sozialleistungen“, so Altmann weiter.

Betroffen sind in beiden Kernkraftwerken ca. 200 Beschäftigte.

Letzte Änderung am Mittwoch, 04 März 2015 14:57
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