Sonntag, 15 März 2015 18:06

Hohenhorn bereitet sich auf zehn Flüchtlinge vor

Bürgermeisterin Hanna Putfarken erläuterte das Unterbringungskonzept für Flüchtlinge in Hohen-horn. Bürgermeisterin Hanna Putfarken erläuterte das Unterbringungskonzept für Flüchtlinge in Hohen-horn. Foto: Gemeinde Hohenhorn

Hohenhorn (LOZ). Hohenhorns Bürgermeisterin Hanna Putfarken hatte zu einer Einwohnerversammlung in das Gemeindezentrum eingeladen. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Unterbringung von zehn Asylbewerbern, die in den kommenden Monaten in den Ort zwischen Geesthacht und Dassendorf kommen werden.

Bürgermeisterin Putfarken erläuterte anhand einer Power Point-Präsentation und kurzer Videos den fast 70 erschienenen Einwohnern Fluchtursachen, Bleiberechte und die jetzige Regelung der Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland. „In 2013 waren 51 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Viele von ihnen als Binnenflüchtlinge im eigenen Land, Millionen in den Nachbarstaaten (meist Entwicklungsländern), wenige fliehen nach Europa“, so Bürgermeisterin Putfarken. 200.000 Asylbewerber kamen 2014 nach Deutschland und die Zahl steigt. In 2015 werden 20.000 Personen in Schleswig-Holstein erwartet, über 200 Menschen werden im Amt Hohe Elbgeest Unterkunft finden in dezentralen Wohnungen oder Häusern. In Hohenhorn steht bisher kein Wohnraum zur Verfügung, daher ist die Errichtung zweier Mobilheime geplant. „Die Gemeindevertretung hat sich für einen Standort neben dem Gemeindehaus ausgesprochen, wenn sich keine andere Lösung findet“, erklärt Bürgermeisterin Putfarken.

„Wir würden lieber Häuser oder Wohnungen anmieten oder kaufen und werden uns in den kommenden Wochen weiterhin intensiv darum bemühen. Das kann vor jeder Haustür passieren“, betont die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow. Beispiele aus den Nachbargemeinden Dassendorf oder Aumühle zeigen, dass die dezentrale Unterbringung auch den Helferkreisen die besten Möglichkeiten biete, sich als gute Nachbarn um die alltäglichen Fragen der Flüchtlinge zu kümmern.

In Hohenhorn stehen Helfer um Pastorin Christel Rüder und Christine Peters bereit, um die Asylbewerber zu begrüßen. „Wir wissen noch nicht, wann es soweit sein wird und wer kommt“, unterstreicht Bürgermeisterin Putfarken. Dass es für die Flüchtlinge in Hohenhorn zu wenige Angebote geben könnte, befürchtet Bürgermeisterin Hanna Putfarken nicht: „Da werden wir uns schon etwas einfallen lassen“. Die Kinderbetreuung hingegen sei auch ohne Flüchtlingskinder ein Problem, bestätigte die Bürgermeisterin. „Wir haben viele Kinder in Hohenhorn und der Betreuungsbedarf steigt kontinuierlich.“

Bürgermeisterin Hanna Putfarken unterstrich abschließend: „Wir sind alle als Nachbarn gefordert, uns um die Neuankömmlinge zu kümmern und können diese Aufgabe nicht nur dem Helferkreis überlassen, dessen Engagement wir in der Gemeindevertretung sehr begrüßen.“

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