Mittwoch, 08 April 2015 18:40

Gleichstellungsbeauftragte zwischen Beratungen und Aktionen

Die Gleichstellungsbeauftragte Nina Stiewink überreicht Amtsvorsteherin Martina Falkenberg den Bericht über ihr erstes Tätigkeitsjahr im Amt Hohe Elbgeest. Die Gleichstellungsbeauftragte Nina Stiewink überreicht Amtsvorsteherin Martina Falkenberg den Bericht über ihr erstes Tätigkeitsjahr im Amt Hohe Elbgeest. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Dassendorf (LOZ). Am 1. Mai 2014 trat die Bergedorferin Nina Stiewink die Stelle der ersten hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten (GB) im Amt Hohe Elbgeest an, nachdem Irmtraut Edler diese Tätigkeit zehn Jahre lang bis Sommer 2013 ehrenamtlich ausgeübt hatte. Jetzt stellte Nina Stiewink im Amtsausschuss den Bericht über ihr erstes Tätigkeitsjahr vor, in dem die Schwerpunkte Informationssammlung, Vernetzung mit unterschiedlichen Gremien und Gruppen sowie der Teilnahme an Aktivitäten und Initiativen für eigene Aktionen waren.

Nach knapp einem Jahr weiß die hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte Stiewink, wie vielfältig und vielschichtig ihre Aufgaben sind. Teilnehmen an Vorstellungsgesprächen und Ausschusssitzungen in den zehn Amtsgemeinden, mit den Kolleginnen im Kreis vernetzen oder eigene Weiterbildung gehören ebenso dazu wie die Beratung von Familien mit organisatorischen Schwierigkeiten oder das Aufzeigen der bestehenden Hilfs- und Beratungsstrukturen in Amt und Kreis für Ratsuchende. Zu denen gehören auch Männer und Väter, denn nicht nur für Frauen ist Nina Stiewink Ansprechpartnerin als Gleichstellungsbeauftragte.

24 Personen haben von Mai 2014 bis März 2015 Beratungen der Gleichstellungsbeauftragte in Anspruch genommen, 19 Frauen und fünf Männer. „Ich verstehe meine Beratung als Lotsenfunktion. Das bedeutet, dass ich häufig nach einer ersten Beratung zu den entsprechenden Fachberatungen weiterverweise.“

Neben mehreren Aktionen wie einem Vortrag zum Thema „Wann zahlen Kinder für ihre Eltern?“ mit der Rechtsanwältin Silvia Burmester-Beer oder „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ gegen häusliche Gewalt nutzte Nina Stiewink Frauenflohmärkte und Netzwerktreffen des „Kommunalpolitischen Netzwerkes für Frauen“ (KopF), um sich und ihre Arbeit im Amt Hohe Elbgeest bekannt zu machen. Außerdem gründete sie die landesweite Gruppe „Gleichstellungsbeauftragte in Ämtern“ in der Überzeugung, dass Gleichstellungstätigkeit im dörflichen Bereich andere Themenschwerpunkte hat als die städtische GB-Tätigkeit.

Höhepunkt im ersten Jahr war der von Nina Stiewink und den „Herzoginnen“ organisierte Internationale Frauentag am 8. März 2015 mit 100 Besucherinnen bei der Frauenmatinee mit dem Titel „Frauenleben – Wandelzeiten“ im Amtsgebäude.

Seit Februar 2015 findet auch in Dassendorf berufliche Beratung für Frauen durch „Frau und Beruf“ statt. Einmal monatlich informiert eine Beraterin über berufliche Neuorientierung, Teilzeitausbildung, flexible Arbeitszeitgestaltung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nächste Termine sind am 19. Mai, 2. Juni, 14. Juli und 11. August.

Aktuelle Termine stehen auf der Internetseite der Gleichstellungsbeauftragten unter www.amt-hohe-elbgeest.de -> Beauftragte -> Gleichstellungsbeauftragte -> Aktuelle Mitteilungen.

Zusätzlich findet am 15. Juni von 9 bis 12 Uhr ein Workshop für Wiedereinsteigerinnen statt, eine Kooperationsveranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Hohe Elbgeest, „Frau und Beruf“ mit der inhaltlichen Federführung und des Zonta Clubs Aumühle-Sachsenwald e.V., der für ein leckeres Frühstück sorgen wird.

Nina Stiewink: „Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung sowie den ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern und Ausschussmitgliedern für die gute Aufnahme und die Unterstützung an unterschiedlichen Stellen. Danke auch an die Bürgerinnen und Bürgern, die mir mit ihrer Teilnahme an Beratungen und Veranstaltungen einen Vertrauensvorschuss für meine Arbeit gegeben haben.“

Letzte Änderung am Mittwoch, 08 April 2015 18:48
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