Freitag, 01 Mai 2015 19:51

Ortsumgehung Geesthacht: Gemeinsam ohne Landesverkehrsministerium

v.l. Christina Minge, Ilka Flügge-Steffen, Karsten Steffen und Michael Purwins. v.l. Christina Minge, Ilka Flügge-Steffen, Karsten Steffen und Michael Purwins. Foto: hfr

Geesthacht (LOZ). Am vergangenen Donnerstag hat es zum Thema Ortsumgehung im Rathaus ein gemeinsames Treffen von Landtags- und Bundesabgeordneten, Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, sowie der Stadtverwaltung und Kommunalpolitik gegeben. Im Vorfeld fand an der B5 ein Ortstermin im Ortsteil Düneberg statt. Erörtert wurden der Sachstand und die Zukunft des Verfahrens. Es bestand bei allen Beteiligten - mit Ausnahme von Bündnis90/die Grünen -Einvernehmen über die Dringlichkeit des Verfahrens. Nach der SPD und den Grünen meldet sich nun auch die CDU zu Wort.

Mittlerweile ist davon auszugehen, dass das Bundesverkehrsministerium das Verfahren zur Geesthachter Ortsumgehung im Rahmen seiner Beteiligung fortführt. Als nächstes ist der Landesbetrieb gefordert, der allerdings die Vorgaben zur Abarbeitung aus dem Landesverkehrsministerium erhält. Mit Blick auf die Großprojekte in Schleswig-Holstein - wie z. B. Belttunnel, Rader-Hochbrücke, Fehrmarnsundbrücke, A20, Nord-Ostsee-Kanal - sorgt sich die CDU Geesthacht um eine Prioritätenverschiebung.

„Den Sozialdemokraten ist es nicht gelungen, Regierungsmitglieder der Landes-SPD nach Geesthacht zu holen. Das lässt eine veränderte Prioritätensetzung vermuten“, sagt Sven Minge, CDU-Fraktionsvorsitzender. Dazu kommt ein nicht unerheblicher Stau an geplanten Bauprojekten. „Die Landesregierung war bisher kaum in der Lage baureife Projekte an den Bund zu melden, so dass Bundesfördermittel nun wegfallen.“ Hier müsse nicht nur im Sinne der Geesthachter Bürger dringend gegengesteuert werden.

CDU-Bürgermeisterkandidat Karsten Steffen unterstreicht die Ausführungen: „Es geht um eine beschleunigte Abwicklung bestehender Verfahren im Sinne der betroffenen Menschen.“ Dabei regt er an, dass die umliegenden Gemeinden mehr eingebunden werden. „Es ist nicht zielführend, wenn falsch kommunizierte Trassenführungen in den Nachbargemeinden zu Widerständen führen. Wir sollten gemeinsam unsere Region weiterentwickeln“, sagt Steffen und kündigt in diesem Zusammenhang eine verstärkte Zusammenarbeit und Austausch an.

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