Freitag, 15 Mai 2015 12:21

Horst Günther Oltmann geht nach 50 Jahren öffentlicher Dienst in den Ruhestand

Amtsvorsteherin Martina Falkenberg (r.) und Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow (l.) ver-abschieden Horst Günther Oltmann nach 50 Jahren öffentlicher Dienst in den Ruhestand. Amtsvorsteherin Martina Falkenberg (r.) und Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow (l.) ver-abschieden Horst Günther Oltmann nach 50 Jahren öffentlicher Dienst in den Ruhestand. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Dassendorf (LOZ). 50 Jahre war Horst Günther Oltmann im öffentlichen Dienst aktiv, zuletzt als Vollstreckungsbeamter im Amt Hohe Elbgeest, Dassendorf. Zum 30. April 2015 wurde der inzwischen fast 80-jährige Geesthachter von Amtsvorsteherin Martina Falkenberg in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

Der gelernte Bäcker und spätere Koch Oltmann, der Ende der 1950-er Jahre auf große Fahrt ging und 1960 bis 65 als Küchenleiter im Edmundsthal/Geesthacht für das leibliche Wohl sorgte, wechselte am 3. Mai 1965 in den öffentlichen Dienst als Fahrer in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Hamburg. Am 1.Oktober 1976 wurde Horst Günther Oltmann Platzwart in seiner Geburtsstadt Geesthacht, bevor er im Juni 1984 als Vollstreckungsbeamter in der Stadt Geesthacht seinen Lieblingsberuf entdeckte, dem er bis April 2015 treu blieb.

Seit 1. April 1988 hat der Geesthachter für das Amt Geesthacht-Land, ab 1994 nach dem Umzug nach Dassendorf umbenannt in Amt Hohe Elbgeest, als Vollstreckungsbeamter manche Deutsche Mark und später Euros der Amtskasse zuführen können.

„50 Jahre öffentlicher Dienst, davon über 27 Jahre im Amt Hohe Elbgeest, das ist ein bemerkenswertes Berufsleben, das seinesgleichen sucht“, betont Amtsvorsteherin Martina Falkenberg.

Bis zu 1.500 Fälle hat Horst Günther Oltmann jährlich betreut, in 2014 immerhin noch 1.050 Aufträge. In den letzten Monaten seines Wirkens in 2015 hat Vollstreckungsbeamter Oltmann 117 Aufträge mit Zahlungen von 27.000 Euro für die Amtskasse vollstreckt. Nicht immer ganz freiwillig haben dabei die säumigen Zahler die Vollstreckung über sich ergehen lassen. Oltmann musste auch Hausdurchsuchungen mittels Türöffnungsbeschlüssen durchführen, verwertbare Autos stilllegen durch Krallen oder Ventilwächter. Bei schwierigen „Kunden“ nahm Horst Günther Oltmann zur Unterstützung die Beamten der örtlichen Polizei zu Vollstreckungsterminen mit.

Nun freut er sich auf seinen 80. Geburtstag Anfang Juli, den er zusammen mit Ehefrau Elke feiern möchte. Bis dahin wird er regelmäßig zum Sport gehen und im Sommer im Freibad Geesthacht anzutreffen sein, für das er eine Saisonkarte hat. Früher war Horst Günther Oltmann aktiv im Sängerverein und trifft sich heute noch wöchentlich mit ehemaligen Vereinskollegen zum Klönen. Außerdem nimmt Oltmann, der noch immer in Geesthacht wohnt, gerne an Ausflügen teil oder fährt in den Urlaub nach Dänemark.

Die Kollegen im Amt Hohe Elbgeest werden Horst Günther Oltmann vermissen, der sich überall als guter Geist beteiligte und regelmäßig an den Betriebsveranstaltungen teilgenommen hat.

Hintergrund:
Der öffentliche Dienst hat das Privileg, eigene Vollstreckungsbeamte zu haben, die im Prinzip das gleiche machen wie die Gerichtsvollzieher bei den Amtsgerichten. Sie versuchen, Geld von säumigen Zahlern einzutreiben, die Forderungen einer der zehn Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest nicht beglichen haben. Dazu gehören ausstehende Wassergebühren, Grundsteuern, Gewerbesteuern, Abwassergebühren oder Erbbauzinsen. In Amtshilfe kümmern sich Vollstreckungsbeamte auch um Forderungen anderer Kommunen, wenn deren säumige Zahler in Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest wohnen.

Letzte Änderung am Freitag, 15 Mai 2015 13:29

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