Dienstag, 19 Mai 2015 14:25

Sicher mit dem Rad von Wiershop nach Gülzow

Allzeit gute Fahrt auf dem neuen Radweg wünschen Minister Meyer und die Bür-germeister Schmahl und Jahn. Allzeit gute Fahrt auf dem neuen Radweg wünschen Minister Meyer und die Bür-germeister Schmahl und Jahn. Foto: Gemeinde Wiershop

Wiershop (LOZ). Für Bürgermeister Hans-Ulrich Jahn ist die Fertigstellung des 2,8 Kilometer langen Radwegs zwischen Gülzow und Wiershop ein guter Grund, mit seinen Wiershoper Mitbürgern und den Nachbarn aus Gülzow zu feiern. An der kleinen Feierstunde im Garten des Wiershoper Dorfgemeinschaftshauses im Anschluss an die Jungfernfahrt nahmen auch Wirtschaftminister Reinhard Meyer, Landtagsabgeordneter Olaf Schulze, Kreistagsabgeordnete Andrea Tschacher, Amtsvorsteherin Martina Falkenberg und Kollows Bürgermeisterin Ines Tretau teil.

Minister Meyer radelte nicht nur als einer der ersten über den neuen Weg mit, sondern überbrachte auch einen Förderbescheid des Landes über 300.000 Euro - 75 Prozent der Baukosten für den Radweg. Den Restbetrag übernimmt der Kreis Herzogtum Lauenburg. „Dieser Radweg ist wichtig, damit die Kinder sicher mit dem Rad zur Schule nach Gülzow und Geesthacht kommen“, betonte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in seinem Grußwort.

 

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Aus 1989 stammen die Planungen für den Umbau der Ortseinfahrt, die Bürgermeister Jahn Minister Meyer erläutert. Foto: Gemeinde Wiershop

 

20 Jahre hatten die Planungen des Wegs entlang der Kreisstraße 74 gedauert. Bürgermeister Jahn: „Es stecken 80.000 Euro Planungskosten in dem Vorhaben. Da wäre es nicht zu verantworten gewesen, das Projekt nicht zu Ende zu bringen.“

Ein Gespräch 2013 im Kieler Wirtschaftsministerium hatte den Durchbruch gebracht, erinnert sich Bürgermeister Jahn. Nach dem Spatenstich im Oktober 2014 ging der Ausbau des 1.900 Meter langen Kreisabschnitts dank des milden Winters schnell. Richtungsweisend ist dabei die Verlegung von Leerrohren für die Breitbandverkabelung und die Beleuchtung des Radwegs, der vor allem Schulkindern und Touristen künftig die sichere Fahrt mit dem Zweirad ermöglich soll.

Zu Beginn der Feierstunde erinnert Bürgermeister Jahn noch einmal an die vielen Stolpersteine in der Planung und Realisierung des Radwegs. „Für die Gemeinden Wiershop und Gülzow hat sich der Radweg verteuert, weil inzwischen Fördermittel weggefallen sind.“ Trotzdem ist in Wiershop der Anschluss an das innerörtliche Wegenetz gesichert.

Zusammen mit Kollows Bürgermeisterin Tretau überreichte Bürgermeister Jahn dem Wirtschaftsminister den nächsten Wunsch: ein Radweg zwischen Kollow und Wiershop als Lückenschluss nach Schwarzenbek und Teil des touristisch wichtigen Radwegnetzes im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Auch die Orteinfahrt nach Wiershop mit der abknickenden Vorfahrtsstraße steht auf der Wiershoper Wunschliste ganz oben. Diese soll schon seit Jahrzehnten erhöht werden, um den Durchfahrtsverkehr zu beruhigen. Die Planungen dafür liegen bereits vor. Minister Meyer versprach beide Anliegen prüfen zu lassen. „Ausschlaggebend für eine Realisierung eines neuen Radwegs ist immer, dass es sich um einen Schulweg oder um eine touristisch wichtige Strecke handelt“, so Minister Meyer. Die Ortseinfahrt als kleineres Vorhaben sollte kurzfristig umsetzbar sein, machte Minister Meyer den Wiershopern Mut.

Bürgermeister Jahn gab dem Minister einen Wunsch mit auf den Weg: „Ich möchte gerne zum Ende meiner Amtszeit im Jahr 2018 den Radweg nach Kollow einweihen.“ Angesichts der langen Planungszeiten und knappen Mittel in den Landes- und Kreiskassen wohl ein Wunsch, der nicht erfüllt werden kann, auch wenn Radwege im Verkehrskonzept des Landes einen großen Stellenwert haben. „Deshalb haben wir seit 2013 einen eigenen Haushaltstitel mit fünf Millionen Euro pro Jahr. Radwege konkurrieren nicht mehr mit dem Straßenbau“, betonte Minister Meyer.

Bürgermeister Hans-Ulrich Jahn dankte den beteiligten Baufirmen und André Schmahl vom Kreis Herzogtum Lauenburg für die hervorragende Zusammenarbeit, die schnelle und gelungene Umsetzung der Baumaßnahme.

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