Montag, 15 Juni 2015 13:18

AOK rät zum Thema Kindergesundheit: Auf die richtige Dosierung kommt es an

Damit ein Arzneisaft seine volle Wirkung entfalten kann, ist eine genaue Dosierung erforderlich. Damit ein Arzneisaft seine volle Wirkung entfalten kann, ist eine genaue Dosierung erforderlich. Foto: AOK

Geesthacht (LOZ). Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Erst recht nicht, wenn sie krank sind. Ihre Organe sind noch unausgereift und reagieren besonders empfindlich. Arzneimittel für Kinder werden deshalb überwiegend in flüssiger Form als Saft verabreicht. Bei Infektionen sind dies häufig auch Antibiotika-Säfte. Davon wurden in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr bei den AOK-versicherten Kindern unter zehn Jahren insgesamt über 21.000 Packungen verordnet. "Wird ein Antibiotikum verabreicht, ist unbedingt auf die richtige Dosierung und eine ausreichend lange Einnahmedauer zu achten. Außerdem dürfen bei zusätzlich verabreichten Schmerz- und fiebersenkenden Arzneimitteln die Höchstdosierungen nicht überschritten werden", so AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Ein Medikament kann nur dann optimal wirken, wenn der Wirkstoffspiegel im Körper stimmt. Dosierungsanweisungen des Arztes oder Apothekers sind gerade bei Kinderarzneimitteln immer exakt zu beachten, sie berücksichtigen das Alter und Gewicht des Kindes. Darüber hinaus informieren auch die beiliegenden Gebrauchsinformationen über die empfohlene Einnahmemenge. Beiliegende Dosierhilfen sollten unbedingt verwendet werden.

Die AOK NordWest weist darauf hin, dass Überdosierungen (zu viel, zu oft) zu Nebenwirkungen führen können. Bei Unterdosierungen (zu wenig, zu kurz) wirkt das Mittel nicht richtig oder es können bei Antibiotika sogar Resistenzen der krankmachenden Keime entstehen. Wenn das kranke Kind den Arzneisaft verweigert, sollten die Eltern auf keinen Fall die Behandlung einfach abbrechen, sondern unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt halten.

Wird ein sogenannter ‚Trockensaft‘ (häufig bei Antibiotika) eingesetzt, entsteht erst durch die Zugabe von Trinkwasser eine gebrauchsfertige Lösung. Diese ist nach der Zubereitung nur begrenzt haltbar (Datum der Anfertigung notieren). Die Anwendungshinweise für die Herstellung sind hier unbedingt zu beachten.

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