Montag, 29 Juni 2015 15:25

Helferkreise informieren sich über Rechte der Asylbewerber und Flüchtlinge

Barbara Neinass begrüßte den Rechtsanwalt Burkhard Peters aus Mölln beim „Run-den Tisch“ zur Unterstützung von Asylbewerbern im Aumühler Gemeindehaus. Barbara Neinass begrüßte den Rechtsanwalt Burkhard Peters aus Mölln beim „Run-den Tisch“ zur Unterstützung von Asylbewerbern im Aumühler Gemeindehaus. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Dassendorf/ Aumühle (LOZ). In fast allen Gemeinden des Amtes Hohe Elbgeest sind „Runde Tische“ oder Helferkreise aktiv, in denen sich viele Bürger ehrenamtlich um Asylbewerber und Flüchtlinge kümmern. Aktuell hat der Kreis Herzogtum Lauenburg seine Zuteilungsprognose angehoben. Für das Amt Hohe Elbgeest wird ab 1. Juli von 200 unterzubringenden und zu unterstützenden Personen ausgegangen. Bürger, die ehrenamtlich unterstützen möchten, können auch über die Gemeinde oder das Amt Hohe Elbgeest, Ordnungs- und Sozialamt, Kontakt zu ihren Helferkreisen aufnehmen.

In Aumühle sind 25 Mitglieder des „Runden Tisches zur Unterstützung von Asylbewerbern in Aumühle“ und andere Interessierte ins Gemeindehaus gekommen. Burkhard Peters, Rechtsanwalt und Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Landtag, war zu einem Informationsabend zum Thema „Flüchtlinge und Asylbewerber“ nach Aumühle gekommen.

Zu Beginn der Veranstaltung berichtete Initiatorin Barbara Neinass kurz aus dem Helferkreis Aumühle: „Vier Familien mit 20 Personen sind bei uns in gemeindeeigenen Wohnungen untergebracht.“ Die Kinder werden in Schulen und Kita‘s sehr gut aufgenommen. Die Erwachsenen besuchen erfolgreich Deutschkurse der VHS Aumühle-Wohltorf. „Zum Treffpunkt ist das DRK mit seiner Kleiderkammer geworden.“

Die gut 30 Helferinnen und Helfer werden von den örtlichen Ärzten und Psychologen sehr gut unterstützt, denn vor allem die medizinische Versorgung der Asylbewerber stößt oft an Grenzen. „Wir begleiten die Asylbewerber bei Behördengängen oder Besuchen in der Ausländerbehörde in Ratzeburg.“ Sportvereine hätten ihre Tore weit geöffnet, und vor allem die Kinder würden die Sportangebote gerne in Anspruch nehmen, betonte Barbara Neinass.

Burkhard Peters ging in seinem Vortrag auf die unterschiedlichen Möglichkeiten ein, in welchem rechtlichen Zustand sich Flüchtlinge in Deutschland aufhalten. Auch erzählte er Spannendes aus seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt in Asylverfahren. Bei den Aktiven vom Runden Tisch hatten sich viele Fragen angesammelt, die sich aus der Zusammenarbeit mit den vier Aumühler Asylbewerberfamilien ergeben haben. Wie kann jemand, der inzwischen ein Bleiberecht hat, seine Familie nachholen? Ab welchem Zeitraum darf sich der Asylbewerber Arbeit suchen? Was kann unternommen werden, wenn er keinerlei Papiere hat?

Alle Fragen wurden von Burkhard Peters ausführlich und vor allem verständlich beantwortet, so dass die Helfer an dem Abend eine gute Basis für ihre weitere Arbeit bekommen haben.

Letzte Änderung am Montag, 29 Juni 2015 19:06

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