Freitag, 10 Juli 2015 12:36

Wohnraum zur Flüchtlingsunterbringung dringend gesucht

Amtsvorsteherin Martina Falkenberg (re.) und die Leitenden Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow erläutern die laufenden Planungen und Umsetzungen der Flücht-lingsunterbringung im Amtsgebiet. Amtsvorsteherin Martina Falkenberg (re.) und die Leitenden Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow erläutern die laufenden Planungen und Umsetzungen der Flücht-lingsunterbringung im Amtsgebiet. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Amt Hohe Elbgeest bei eigener Baumaßnahme voll im Zeitplan

 

(LOZ). Im Amt Hohe Elbgeest sind im Juni 113 Asylbewerber in sieben der zehn Amtsgemeinden untergebracht. In Aumühle (21 Personen), Börnsen (9), Dassendorf (28), Escheburg (15), Kröppelshagen-Fahrendorf (11), Wohltorf (25) und Worth (4) richten sich ebenso wie Wiershop und Hohenhorn darauf ein, in weiteren dezentralen Wohngebäuden oder Containeranlagen bis Ende des Jahres 2015 insgesamt 230 Asylbewerber aufzunehmen. In Hamwarde sucht das Amt Hohe Elbgeest noch ein geeignetes Grundstück oder Wohngebäude zum Kauf oder zur Miete.

In den Gemeinden stehen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bereit, um den neuen Nachbarn bei den ersten Schritten im deutschen Alltag zur Seite zu stehen. Behörden- und Arztbesuche werden ebenso unterstützt wie sportliche Aktivtäten oder Sprachunterricht. „Wir sind den Ehrenamtlichen sehr dankbar für ihre wertvolle Unterstützung, ohne die das Amt die große Anzahl an Schutzsuchenden nicht bewältigen könnte“, betont Amtsvorsteherin Martina Falkenberg.

Künftig wird weitere hauptamtliche Betreuung durch einen Sozialpädagogen geleistet. Im Auftrag des Amts Hohe Elbgeest wird die AWO Interkulturell in einer Vollzeitstelle mehrsprachige Betreuung anbieten, um die Asylsuchenden im Amt Hohe Elbgeest willkommen zu heißen und sie in ihre neuen Unterkünfte zu begleiten. Bei Fragen bei der Unterbringung steht damit eine sozialpädagogische Betreuung bereit. Ein Hausmeisterdienst kümmert sich bereits um alle technischen Fragen und Probleme. Immer Montag von 14 bis 16 Uhr stehen inzwischen drei Sprachmittler für farsi, arabisch und albanisch im Amt Hohe Elbgeest zur Verfügung für die Asylbewerber und die Mitarbeiter des Amts.

Außerdem soll ein weiterer AWO-Mitarbeiter mit zehn Stunden pro Woche die ehrenamtlichen Helferkreise koordinieren, übergreifende Informationen aufbereiten und weiterleiten. „Diese Stelle soll dazu beitragen, dass alle Helferkreise über die notwendigen Informationen verfügen und die Zusammenarbeit mit dem Amt Hohe Elbgeest reibungslos klappt.“

In den kommenden Wochen werden weitere Unterkünfte im Amtsgebiet von Asylsuchenden bezogen. „Nach einer kurzen Zeit der Entlastung ist die Erstaufnahme des Landes in Boostedt jetzt voll besetzt. Der Kreis rechnet 30 bis 35 Asylbewerbern pro Woche. Davon kommen vier bis fünf Personen jede Woche in das Amt Hohe Elbgeest. Woher oder wer genau kommt, wissen weder der Kreis noch das Amt Hohe Elbgeest im Voraus“, erklärt die Leitende Verwaltungsbeamtin Brigitte Mirow.

Als nächstes wird die Container-Anlage in Escheburg für 20 Personen in Betrieb genommen an einem Standort, der bereits in den 1990-er Jahren für Wohncontainer genutzt wurde. In Wiershop konnte das Amt Hohe Elbgeest ein Haus anmieten, das kurzfristig von zehn Personen bezogen werden kann. In Hohenhorn hat das Amt Hohe Elbgeest ein Wohngebäude gekauft, das nun saniert wird und im Juli/ August in drei Wohneinheiten von 12 Personen bewohnt werden kann.

In Börnsen werden Wohncontainer für 20 Personen errichtet. Hierüber informierte Bürgermeister Walter Heisch am 9. Juli in einer Einwohnerversammlung. Im Herbst soll diese Anlage bezugsfertig sein.

„Wir würden im Amt Hohe Elbgeest lieber Häuser in Holzständerbauweise errichten und diese nachhaltig nutzen“, so LVB Mirow. Die Entwürfe von einem Architekten aus dem Amtsgebiet liegen dafür vor, aber noch fehlen die passenden Grundstücke. „Wir sind weiterhin an Grundstücken, aber auch an Miet- oder Kaufimmobilien interessiert. Bitte wenden Sie sich bei entsprechenden Angeboten gerne an das Amt Hohe Elbgeest.“

In Kröppelshagen geht es mit dem Neubau an der Kreuzung Friedrichsruher Weg für circa 40 Asylbewerber weiter voran. Ein Sonderausschuss hat sich unter Beteiligung der Gemeinde Kröppelshagen-Fahrendorf intensiv mit dem Raumbedarf und den Planungen beschäftigt. Der Altbestand wurde inzwischen abgerissen und der Amtsausschuss hat den Planungen zugestimmt. Nun wird der Bauantrag gestellt. Nach dem positiven Entscheid muss das Vorhaben ausgeschrieben und die notwendigen Aufträge vergeben werden. „Wir liegen noch gut im Zeitplan und planen den Einzug für Herbst 2016“, erklärt LVB Brigitte Mirow.

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