Donnerstag, 16 Juli 2015 13:57

Geesthacht will E-Mobilität ausbauen

Jürgen Pflantz hatte es nicht immer leicht, als er dem Vorstand Rede und Antwort zum Projektvorhaben stehen musste. Jürgen Pflantz hatte es nicht immer leicht, als er dem Vorstand Rede und Antwort zum Projektvorhaben stehen musste. Foto: W. Reichenbächer

Geesthacht (wre). Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele. Bis 2020 sollen eine Millionen Elektroautos zugelassen sein. Geesthacht will diese Ziele unterstützen, und durch neue Ladesäulen das Fahren mit E-Autos attraktiver machen. 11.578,88 Euro hat die Verwaltung ausgerechnet, um zwei neue Säulen im Stadtgebiet installieren zu können. Die Stadt hat nun einen Antrag bei der Aktivregion Sachsenwald gestellt, um eine Förderung in Höhe von 55 Prozent zu bekommen. Doch es gab eine Abfuhr. Die Stadt hätte gern 6.368,38 Euro als Zuschuss, der Mindestbetrag liegt für Gemeinden aber bei 7.500 Euro. Damit kann das Vorhaben nicht gefördert werden. Geesthacht hat aber auf der kommenden Vorstandssitzung der Aktivregion am 9. September in Aumühle noch einmal die Chance einen Antrag zu stellen. Nun muss die Verwaltung sehen, ob die Kosten nicht doch höher sind, damit man in den Genuss der Förderung kommt.

Jürgen Pflantz vom Fachdienst Umwelt hatte es nicht leicht, als er das Projekt dem Vorstand der Aktivregion vorstellte. Nicht nur, dass das Projekt in der Höhe gar nicht Förderfähig ist, auch gab es viele kritische Fragen zur Umsetzung und Wirtschaftlichkeit. Dabei war die Sorge eher, dass der Betreiber zu viel verdienen könne. Die Stadt will zwar die Säulen aufstellen, aber betreiben sollen sie später die Stadtwerke. Eine Befürchtung war, man würde ein Projekt fördern, an dem sich der Betreiber später eine goldene Nase verdient. Dazu wollten die Vorstandsmitglieder gern wissen, wie oft denn wohl diese Säulen genutzt werden würden, und wie viele E-Autos im Geesthacht zugelassen sind. Fragen, die Jürgen Pflantz unbeantwortet lassen musste. Allerdings gibt es bereits Erfahrungswerte mit der Ladesäule vor dem Kundenzentrum der Stadtwerke. Diese wird sehr wenig genutzt. „Das liegt aber wohl am schlechten Standort“, so Pflantz.

Grundsätzlich stehe man dem Projekt aber positiv gegenüber, wie später die nichtöffentliche Abstimmung erkennen ließ. Neben dem Umweltgedanken würde so auch die Attraktivität von Geesthacht gefördert. Die beiden Säulen sollen jeweils am Anfang und Ende der Norderstraße. Installiert werden. Während der Ladezeit, die zwischen ein und zwei Stunden dauert, sollen die Nutzer dann in der Stadt bummeln können, und so auch den Einzelhandel oder die Gastronomie unterstützen.

Die Verwaltung hat nun knapp zwei Monate Zeit, ihren Förderantrag zu überarbeiten. Die Investitionskosten werden sich sicherlich leicht nach Oben treiben lassen. Denn bisher wurden die Kosten für Schilder und Markierung der Plätze nicht berücksichtigt. Die Chancen stehen gut, dass der Vorstand dann die gewünschten Mittel für die beiden Säulen freigibt.

Letzte Änderung am Donnerstag, 16 Juli 2015 15:11
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