Donnerstag, 06 August 2015 18:52

Hamwarde plant für zwanzig Flüchtlinge

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard skizzierte die geplanten Standorte für Mobi-lunterkünfte in Hamwarde. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard skizzierte die geplanten Standorte für Mobi-lunterkünfte in Hamwarde. Foto: Amt Hohe Elbgeest

Hamwarde (LOZ). Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard hatte zu einer Einwohnerversammlung in den Dorfkrug Hamwarde eingeladen. Gut 120 Einwohner verfolgten interessiert die Ausführungen des Bürgermeisters und des stellvertretenden Leitenden Verwaltungsbeamten Frank Jacob zum einzigen Tagesordnungspunkt: „Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden in Hamwarde.“

Frank Jacob erläuterte zu Beginn die aktuelle Situation bei der Versorgung von Asylsuchenden in den zehn Amtsgemeinden. Bis auf Hamwarde beherbergen alle Gemeinden Personen aus den unterschiedlichsten Ländern der Kriegsgebiete im Nahen Osten, aus Afrika oder vom Balkan. Insgesamt befinden sich Ende Juli 125 Personen in den Unterkünften, die das Amt Hohe Elbgeest erworben, angemietet oder in Containeranlagen errichtet hat.

In Hamwarde hat die Gemeindevertretung zwei getrennte Flächen für die Errichtung von Mobilheimen für jeweils zehn Personen dem Amt Hohe Elbgeest für fünf Jahre zur Pacht angeboten. Die Flächen auf dem Schützenparkplatz und auf der Kirchenkoppel werden jetzt geprüft. Im November 2015 könnten dort Mobilheime in Betrieb genommen werden.

Aber das Amt Hohe Elbgeest ist auch gerne bereit, bestehenden Wohnraum anzumieten, wie es bereits in einem Falle in Hamwarde im Forstweg möglich war. Dort werden ab August 2015 fünf Asylsuchende einziehen. „Wir erfüllen damit als Gemeinde einen gesetzlichen Auftrag des Bundes. Er verpflichtet uns, wie alle anderen Kommunen in Deutschland auch, eine bestimmte Anzahl an Asylsuchenden aufzunehmen und unterzubringen“, betonte Bürgermeister Richard.

Wie in den anderen Amtsgemeinden soll auch in Hamwarde ein Helferkreis die neuen Nachbarn auf ihrem Weg in den deutschen Alltag begleiten. Pastor Stephan Krtschil (Telefon: 04151 / 8 24 78 oder E-Mail an skrtschil@kirche-ll.de) und die Vorsitzende des Kirchengemeinderats Monika Jahn erklärten sich bereit, ein Vorbereitungstreffen zu organisieren, an dem auch die Koordinatorin der Helferkreise im Amt Hohe Elbgeest Susanne Nowacki und der Sozialbetreuer Yassine Abouadaoui teilnehmen werden.

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard ist sich sicher, dass in Hamwarde wie in den anderen Amtsgemeinden die Asylbewerber und Flüchtlinge ein ruhiges und lebenswertes Umfeld finden werden, um sich von den erlebten Schrecken und Nöten zu erholen. „Ich werde die Hamwarder Bürgerinnen und Bürger weiter auf dem Laufenden halten. Es wäre wünschenswert, wenn sich Vermieter oder Verkäufer von geeigneten Immobilien kurzfristig beim Amt Hohe Elbgeest melden würden.“ Mobilheime sind eine angemessenere Unterbringung als Container, weil sie über günstigere Grundrisse verfügen und wohnlicher sind, aber optimal wären Wohnungen oder Häuser, auch wegen der geringeren Kosten für Inbetriebnahme und Unterhalt.

„Unterstützen Sie die Gemeinde bei der Betreuung der Asylsuchenden und engagieren Sie sich im Helferkreis“, wandte sich Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Richard an die Hamwarder Bürger. Vielleicht bildet sich auch ein gemeinsamer Helferkreis für Hamwarde, Wiershop und Worth, wie es der stellvertretende Amtsvorsteher und Bürgermeister der Gemeinde Wiershop, Hans-Ulrich Jahn, anregte, um die ehrenamtlichen Kräfte zu bündeln.

Mehr Informationen zum Thema „Asyl im Amt Hohe Elbgeest“ gibt es hier

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 August 2015 19:22

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