Montag, 10 August 2015 08:57

Organspende: Klare Entscheidungen helfen auch den Angehörigen

Wichtig ist, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen und seinen Willen in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Wichtig ist, sich mit dem Thema Organspende auseinander zu setzen und seinen Willen in einem Organspendeausweis zu dokumentieren. Foto: AOK

AOK startet Informationskampagne im Kreis Herzogtum Lauenburg

 

Geesthacht (LOZ). Organspende: ja oder nein? Diese Entscheidung ist eine große Herausforderung, die jeder für sich selbst treffen muss. Allerdings ist die Verunsicherung in der Bevölkerung groß. Das zeigt auch die Spendenbereitschaft: Entgegen dem derzeitig positiven Bundestrend stagniert die Zahl der Organspender in Schleswig-Holstein Holstein weiter auf niedrigem Niveau. So zählte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) in den ersten fünf Monaten dieses Jahres lediglich neun Organspenden, genauso viele wie in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

Diese Entwicklung nimmt die AOK NordWest zum Anlass, die Bevölkerung über das Thema Organspende erneut umfassend zu informieren. „Mit unserer landesweiten Aufklärungskampagne ‚Organspende: Jetzt Klarheit schaffen!’ möchten wir den Menschen in der Region helfen, eine souveräne Entscheidung zum Thema Organspende zu treffen“, sagt AOK-Niederlassungsleiter Jens Bojens.

Ganz gleich, ob die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ausfällt: Wichtig ist, dass eine Entscheidung getroffen und dokumentiert wird. „Ziel unserer Kampagne ist es, dass sich die Menschen mit diesem Thema aus-einandersetzen und ihren Willen auf einem Organspendeausweis festhalten. Jeder sollte für sich selbst und für seine Angehörigen diese Klarheit schaffen“, so Bojens.

Um die Verunsicherung in der Bevölkerung abzubauen, versendet die AOK NordWest daher in diesen Tagen in der Region rund 150.000 Informationen mit den Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Organ- und Gewebespende per Kundenzeitschrift oder Brief. Auch in den AOK-Kunden-centern sind die kostenlosen Informationen erhältlich.

Zusätzlich bietet die AOK unter www.aok.de/organspende eine Entscheidungshilfe zur Organspende im Internet. „Wir wollen die Fragen der Lauenburger auf unterschiedliche Weise beantworten und damit für Transparenz sorgen“, so Bojens.

Für Wolfgang Veit vom Bundesverband der Organtransplantierten haben die Wartelistenmanipulationen an einigen Kliniken für starke Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Der damit verbundene Vertrauensverlust verschärfe den bestehenden Organmangel und damit die oft ausweglose Situation für viele Patienten. „Darum ist es gerade jetzt wichtig, sich unvoreingenommen mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine Entscheidung zu treffen. Eine Organspende ist nach wie vor ein großes Geschenk der Mitmenschlichkeit und Solidarität und rettet Menschenleben“, so BDO-Regionalgruppen-leiter Wolfgang Veit aus Marne.

Letzte Änderung am Montag, 10 August 2015 09:04
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